Kuschelsweat für den Herbst

Hallo meine Lieben,

ich bin sehr frankophil, liebe alles, was mit Frankreich zu tun hat. Egal, ob Mode, Essen, Trinken, Lifestyle – bei den Französinnen kann man sich ein paar Sachen abschauen. Sie sind immer schick, gepflegt, feminin und trotzdem lässig und unangestrengt, das mag ich gerne. Und tolle Schnittmuster haben sie auch noch.

image

imageIch hab mir à la française ein Sweatshirt in meiner neuen Lieblingsfarbe Bordeaux genäht. Der Schnitt heißt Courcelles und ist von cozy little world . (Mein Shirt Jasmin ist übrigens auch von cozy little world. Wer mag, kann es sich hier anschauen). Ein ganz schlichtes, klassisches Sweatshirt, ohne Raglan- oder Fledermausärmel, wie die meisten Shirts momentan. Verwendet habe ich einen weinroten Sweatstoff, den ich auf dem letzten Holländischen Stoffmarkt gekauft habe.

imageIch finde es ganz schön, aaaber… Zuerst einmal finde ich es erschreckend, dass ich die größte Größe nähen musste (eine französische 44). Klar, die Französinnen sind im Großen und Ganzen eher zierlich. Aber es gibt doch auch welche mit etwas mehr auf den Rippen, die haben das Nachsehen… Genäht ist das Shirt schnell und einfach. Mir kam es etwas kurz vor, deshalb habe ich es um 3 cm verlängert. Durch die leicht taillierte Form umspielt es die Figur und schmeichelt.

imageIch finde allerdings, dass der Ausschnitt auf jeden Fall größer sein könnte. So würde es weniger sportlich und femininer wirken. Wenn ich es noch einmal nähe, werde ich das ändern.

imageUnd irgendwie ist es mir unter den Armen doch etwas eng und wirft daher unschöne Falten. Das kann aber auch an meinem ziemlich festen und unelastischen Stoff liegen. Nicht sehr schlimm, aber es stört mich trotzdem.

imageWer mir auch auf Instagram folgt weiß, dass ich überlegt hatte, schwarze Blätter, die ich geplottet habe, auf mein Sweatshirt zu bügeln. Aber die meisten fanden das keine so gute Idee, deshalb ist es ganz schlicht geblieben. Ich trage es gerne mit einer großen Kette und etwas höheren Schuhen, damit ich mich „angezogen“ und nicht zu sehr nach Freizeitlook fühle. Der momentane Sweattrend ist zwar bequem und unkompliziert, aber ich finde, dass man oft ziemlich nach Sport oder Sofa aussieht. Deshalb motze ich Sweats ganz gerne ein bisschen auf.

imageimage

Im Schnitt ist auch noch eine Variante für ein Jäckchen mit Druckknöpfen, genannt Monceau, enthalten, das werde ich auch noch ausprobieren. Die Beispiele, die ich gesehen habe, sehen toll aus! Ein wattierter Jersey liegt schon bereit.

Und nun endlich mal wieder ab zu RUMS, die letzte Woche habe ich es leider nicht geschafft.

Sydney Jacket: große Herbstliebe

Hallo meine Lieben,

heute ein recht langer Post mit einer großen Frage am Ende. Ich würde mich freuen, wenn ihr mir eure Meinung sagen würdet.

So lange stand es auf meiner langen To-do-Liste, und endlich habe ich es genäht: das Sydney Jacket von Tessuti. Und ich finde es toll!  Ich hab mich für klassisches Schwarz entschieden, so passt das gute Stück zu möglichst vielen Outfits.

image

imageDie Jacke kann nur aus Stoffen genäht werden, die nicht ausfransen, da die Kanten nicht versäubert werden. Es eignen sich Wollwalk, Loden, Neopren… Ich hab einen Wollwalk von Das hüpfende Komma verwendet. Ein toller Stoff, aber leider auch ein Staub- und Fusselmagnet…

imageWichtig ist, dass man die Jacke wegen der offenen Kanten ganz akkurat zuschneidet. Gerade vorne am großen Kragen, denn der steht besonders im Fokus. Wenn es kühl und zugig wird, kann man den Kragen einfach vorne übereinanderschlagen und hat es gleich gemütlich warm. Sydney ist übrigens oversized geschnitten, ich habe eine M genäht. imageEin besonderes Detail sind auch die großen Taschen. Die werden zusätzlich noch von außen abgesteppt und so noch mehr betont.

imageVon innen sieht das dann so aus:

image

Sehr hübsch finde ich auch die Rückenpasse. Die sorgt für eine perfekte Passform und ist ein echter Blickfang auf dem Rücken. Hier kann man  auch gut erkennen, dass die meisten Teile aufeinander genäht werden. Also wird z. B. die Rückenpasse auf die Rückseite gelegt und von außen festgesteppt. Das hatte ich nämlich zuerst überlesen und wie immer die Teile rechts auf rechts zusammengenäht. Das gibt aber an einigen Stellen dicke Wülste. Und es sieht natürlich auf viel besser aus, wenn die Nähte dekorativ außen liegen. Also war auftrennen angesagt. Zum Glück hatte ich noch nicht so viel gemacht.

imageUnd noch eine weitere Besonderheit weist Sydney auf: Die Jacke hat recht kurze Raglanärmel. Ich habe sie um 15 cm verlängert, damit sie besser wärmen. Aber dann kamen mir sie immer noch zu kurz vor und ich habe sie auf Langarm verlängert. Und jetzt brauche ich eure Meinungen: lieber mit kurzen oder lieber mit langen Armen? Ich bin mir so unsicher. Lange Arme sind natürlich wärmer, kurze Arme schicker.

Hier jetzt Bilder in der Langarm-Variante:

imageimageimageimage

Was meint ihr? Ich bin gespannt, was ihr denkt.

Noch einmal die Gegenüberstellung:

kurz                                                          lang

imageimage

Und los geht es jetzt zu RUMS und vielen tollen herbstlichen Ideen.

 

 

 

 

 

 

 

Ran an die Herbstgarderobe!

Hallo meine Lieben,

es hilft ja alles nix, der Sommer ist vorbei! Aber so schlimm finde ich es gar nicht. Denn der Saisonwechsel ist doch ein guter Grund, sich ein paar neue Sachen zu nähen.

Meine Lieblingsfarben diese Saison sind Bordeaux, Senf, Grau, Schwarz, vielleicht ein Schuss Petrol dazu. Und da ich den Lagenlook sehr gerne mag, habe ich mir eine kleine Bluse genäht, die ich solo jetzt im Übergang und dann, wenn es kälter ist, gut mit einem Strickjäckchen drüber tragen kann.

Ich habe mir für Sophie von Schnittchen entschieden.

SophievonschnittchenDas ist eine sehr hübsche, schlichte Bluse mit 3/4-langen Puffärmeln und einem runden Ausschnitt. Verwendet habe ich für sie meinen Stoffschatz, einen edlen, toll fallenden Baumwollbatist von Atelier Brunette. Die machen so tolle Stoffe, ich könnte mir alle kaufen! (Na ja, einige habe ich auch tatsächlich in meinem Stoffregal).

Sophie von schnittchenDie kleinen Streublümchen in Schwarz, Grau und Senf passen perfekt in mein herbstliches Farbkonzept. Und schon wieder hat sich übrigens meine dicke Kugelkette eingeschlichen, die war auch in meinem letzten Post mit dabei. Aber sie ist auch wirklich ein Kombiwunder und motzt jedes Outfit noch mehr auf.

Auf dem Bild unten seht ihr sehr gut die kleinen Puffärmel. Die tragen sich super und rutschen nicht über den Ellbogen nach oben und schneiden dann ein. Dadurch, dass sie genug Weite haben, fallen sie schön locker und lässig.

imageIch bin nur nicht so ganz mit meinem Ausschnitt zufrieden. Er wird mit einem Beleg gearbeitet, und der steht leider etwas ab. Das passiert mir ab und zu. Wenn jemand einen guten Tipp hat, wie sich das vemeiden lässt, nur her damit!

image

Der Saum ist hinten länger als vorne und sehr schön gerundet. Er wird auch mit einem Beleg gearbeitet. Ich habe übrigens M genäht und bin nach unten hin dann in L übergegangen. Passt perfekt!

imageimage

Ich liebe meine neue Bluse! Lässig sieht sie zu Jeans aus, egal, ob reingesteckt oder drüber getragen. Und auch zu einem Rock passt sie gut. Das zeige ich euch vielleicht demnächst noch, denn ein passender Rock ist schon entstanden.

Und jetzt rüber zu RUMS, letzte Woche habe ich es leider nicht geschafft. Denn natürlich hat mich pünktlich zum Herbstanfang eine fiese Erkältung erwischt.

Verlinkt bei 12Tops Challenge bei santa lucia patterns

 

 

 

 

 

 

Ein Top, tausend Möglichkeiten

Hallo, meine Lieben,

so ganz langsam habe ich das Gefühl, dass sich der Herbst nähert. Also zeige ich euch noch schnell zwei meiner Lieblingsteile, die mich diesen heißen Sommer über begleitet haben. Das ist das Tiny Pocket Tank von Grainline Studio. Ein Schnitt, der eigentlich für Webware gedacht ist.

Meine erste Variante habe ich komplett aus dem Rest einer edlen Wendebettwäsche genäht.

image

Und weil mir der Schnitt so gut gefällt, habe ich gleich noch eine Variante aus Jersey hinterhergeschossen. Das Material ist noch von meinem Maxikleid übrig, das ich euch letzte Woche gezeigt habe.

image

So, jetzt aber eines nach dem anderen. Zuerst nochmals zu Variante 1. Der Schnitt ist, wie gesagt, eigentlich für Webware gedacht und im Grunde genommen ganz einfach zu nähen. Im Vorderteil gibt es Abnäher, der Rücken ist glatt. Die Saumkanten sind sehr schön gerundet, so fällt das Top locker und vorteilhaft. Was etwas kniffliger ist, ist das Versäubern der Ausschnittkanten mit Schrägband. Ich habe meines selbst gemacht, dafür habe ich den praktischen Schrägbandformer von Prym verwendet. Ich finde, ein sehr hilfreiches Teil.

Das Nähen des Täschchens erfordert genaues Arbeiten und gutes Bügeln. Aber der Mehraufwand lohnt sich, das kleine Täschchen ist gerade bei schlichten Stoffen ein hübscher Blickfang.

imageimage

Das Shirt sieht gut über der Hose aus, man kann es aber auch vorne etwas reinstecken. Auch nicht schlecht, finde ich.

image

Und jetzt noch schnell ein paar Worte zum Thema Bettwäsche: Es lohnt sich wirklich, nach toller Bettwäsche Ausschau zu halten. Aber ihr solltet darauf achten, dass sie von guter Qualität ist. Meine ist von Marc O’Polo und ich bin echt begeistert, wie schön der Stoff fällt und glänzt, wie wenig er knittert, wie leicht er sich bügeln lässt.  Hier und hier könnt ihr schauen, was noch aus diesem Material entstanden ist.

Und voilà, die Hippie-Variante aus Jersey. Das Nähen des Tops aus Jersey ging wunderbar. Statt des Webbandes habe ich die Ausschnittkanten mit Jerseystreifen gesäumt, das ging natürlich wesentlich schneller. Also ein perfektes Teil, wenn es mal schnell gehen muss.

image

Auch diese Variante kann man gut in die Hose stecken. Und sie sieht besonders hübsch in Kombination mit bunten Accessoires aus. Die niedliche Kette habe ich mir im Urlaub in Pisa gekauft. Die bunten Perlenarmbändchen sind selbst aufgezogen, und die Tasche habe ich schon ein paar Jahre.

image

Aber auch über der Hose getragen macht sich das Top gut. Oder, was meint ihr?

imageimage

Witzig, in diesem Outfit hatte ich die ganze Zeit über gute Laune. Das liegt bestimmt an den Farben!

Hier noch ein Detailbild von vorne:image

Und eines von hinten:       image

Und weil es so langsam kühler wird und sich der Hochsommer verabschiedet, schnell ein Jäckchen überziehen. Auch das geht, und schon ist das kleine Top auch ein Begleiter für die Übergangszeit.

image

image

So warm angezogen geht es ab zu RUMS. Bestimmt gibt es schon einige Herbstoutfits zu bestaunen.

 

Maxikleid – perfekt für den Urlaub

Hallo meine Lieben,

schon ist die schönste Zeit des Jahres wieder vorbei: Zwei herrliche Wochen in der Toskana und drei relaxte Tage in Südtirol liegen hinter mir. Wir waren zusammen mit einer Freundin und ihren Kids in einer tollen Ferienwohnung mit Pool und herrlichem Blick in die wunderschöne Landschaft. Wir hatten herrliches Wetter, meine neues Kleid, das Maxikleid nach dem Schnitt von lillesol und pelle, kam mehrmals zum Einsatz. Und wie ihr seht, hat auch der Limoncello sehr gut geschmeckt…

imageDer Schnitt ist ganz einfach und schnell gemacht. Das kam mir sehr entgegen, denn das Kleid ist wirklich auf den letzten Drücker vor dem Urlaub fertig geworden und dann gleich in den Koffer gewandert. Ich habe mich für die Variante mit Trägern zum Binden entschieden. Dafür habe ich ein gekauftes Jersey-Schrägband in Schwarz verwendet, das ich schon vor einiger Zeit einfach mal so gekauft habe. Nun hat es seine Bestimmung gefunden.

image

Die Länge der Träger lässt sich durch Knoten variieren, so kann man immer entscheiden, wieviel Einblick man gewähren möchte. Praktisch, finde ich.

Den genialen Stoff habe ich übrigens von Maxantonia geschenkt bekommen. Ist er nicht wunderschön?! Es ist ein Jersey mit einem leichten Synthetikanteil, und er eignet sich perfekt für diesen Schnitt, weil er einen tollen Fall hat. Aus dem Rest habe ich mir übrigens auch noch ein Top genäht, und es ist noch ein bisschen übrig. Mal schauen, wofür das Stückchen noch reicht.

Vor der roten Wand unseres Ferienhauses kommt Stoff ganz besonders gut zur Geltung. Ich habe in der blendenden Abendsonne posiert, bevor es zum Essen ging.

Maxikleid lillesol und Pelle Zum Glück sitzt das Kleid locker, sodass meine angefutterten Urlaubspfunde nicht so dolle auffallen (hoffe ich zumindest). Aber ich fand das leckere Essen in der Toskana einfach unwiderstehlich. Dazu dann noch das eine oder andere Gläschen Vino, Frizzante etc… Aber was soll’s, jetzt wird eben wieder kürzer getreten.

Auf dem folgenden Bild hat der Wind das Kleid ganz luftig aufgebauscht. Das ist genau der Effekt, der Maxikleider so angenehm zu tragen macht.

image

Falls ihr euch wundert, dass meine Schuhe auf allen Bildern abgeschnitten sind – das ist Absicht. Ich mache bei der Aktion „This is not ok – Der Katalog der Nähbloggerinnen“ von Susanne von Mamimade mit. Sie stellt einen Katalog von Nähblogerinnen in ihren selbst genähten Outfits zusammen. Bedingung: Die Kleidung (auch die Schuhe!) muss entweder selbstgemacht oder fairwear sein. Bei Schuhen muss ich leider passen…

Susanne protestiert mit ihrer Aktion gegen die Ausbeutung der Näherinnen in der Bekleidungsindustrie. Eine tolle Idee, finde ich. Denn die Bedingungen, unter denen heute die schnell konsumierten Kleidungsstücke produziert werden, sind einfach schrecklich. Seitdem ich wieder viel nähe, verzichte ich häufig auf gekaufte Kleidung und freue mich, dass ich vieles selbermachen kann. Nicht alles, klar, aber doch viele Teile. Und diese trage ich dann auch lange, weil ich Zeit und Herzblut in sie investiert habe. Ich bin gespannt auf den bunten Katalog, der im September erscheinen wird.

Nun starte ich wieder in den Alltag. Zum Glück auch wieder mit Nähen, das habe ich schon vermisst.

 

verlinkt mit

Katalog der Nähblogerinnen

RUMS

 

Hochsommerliches Southport Dress

Hallo meine Lieben,

es war die letzten Tage, nein Wochen, so unglaublich heiß. Der beste Platz im ganzen Haus war mein Nähzimmer im Keller. Da konnte man es einigermaßen aushalten und gemütlich nähen.

Und endlich habe ich es geschafft, mir ein Southport Dress von True Bias zu nähen. Auf Instagram habe ich so viele tolle Beispiele gesehen, dieses Kleid musste ich einfach haben. Und tatsächlich, es ist wirklich perfekt Kleid für heiße Tage, da es keine Ärmel hat und schön luftig geschnitten ist. Voilà:

image

Zufälligerweise hat mein Heidelbeershake farblich perfekt zum Kleid gepasst. Also mussten schnell Fotos geschossen werden, obwohl ein heftiges Gewitter im Anzug war und man mir und meinem Kleid die Spuren eines schwül-heißen Sommertages sehr ansieht. Aber fürs Bügeln, Pudern und Lippenstift auftragen war leider keine Zeit mehr.

Southportdress

Ich habe einen leichten Chambray verwendet. Der ist keine Meterware, sondern mal wieder Bettwäsche, die ich günstig ergattern konnte (Bettwäsche habe ich schon hier und hier verwendet). Ich finde, es lohnt sich, bei Bettwäsche nach schönen Designs zu schauen. Gerade Markenware hat oft super Qualitäten und man hat gleich ein ordentlich großes Stück. Wenn jetzt der Ausverkauf startet, werden ich mich auf jeden Fall wieder umschauen gehen. Die gleiche Qualität habe ich mir übrigens auch noch in Hellblau und Grau gekauft.

imageDamit das Rosa nicht zu blass wirkt, habe ich ein tolles Schrägband auf Frankreich von Petit pan verwendet, das ich mir vor einiger Zeit auf dem Stoffmarkt gekauft und mir lange aufgespart habe.

image

Der Schnitt ist einfach und auch für geübte Anfänger geeignet. Was natürlich nicht so einfach ist, ist das Einfassen mit Schrägband. Da habe ich auch noch immer etwas zu kämpfen, aber ich werde besser.

Ich hatte das Oberteil genau nach meinen Maßen zugeschnitten, aber es war mir viel zu groß. Deshalb musste die Knopfleiste weichen. Denn ich habe in der vorderen Mitte Volumen weggenommen und eine Mittelnaht genäht, sogar mit französische Naht! Das gleiche habe ich dann auch hinten gemacht und außerdem noch unter den Armen Stoff weggenommen. Beim nächsten Mal schneide ich es mir obenrum zwei Größen kleiner zu.

Mit einem Bindeband wird es auf Figur gebracht. Das finde ich sehr angenehm, denn so lässt sich die Weite je nach Bedarf ganz schnell regulieren. So sind auch zwei Milchshakes ganz leicht zu kaschieren…

Den Rock habe ich an der Hüfte etwas breiter zugeschnitten und das war gut so. Und was ich auch mal wieder super finde: Das Kleid hat Taschen!

Ich bin nach all diesen Änderungen sehr zufrieden mit meinen Southport Dress und es wird in jedem Fall mit in den Sommerurlaub reisen dürfen.

Und los geht es zu RUMSm!

 

 

 

 

 

 

Staple dress: das perfekte Sommerkleid

Hallo meine Lieben,

in dieser Hitze die letzten Tage konnte ich es nur in ganz leichter Kleidung aushalten. Bei hochsommerlichen Temperaturen mag ich Kleider und Röcke am liebsten. Das ist einfach herrlich luftig und leicht. Die von der Stange gekauften Sommerkleider gefallen mir meistens nicht, sie passen nicht, die Farbe, das Stoffdesign, die Länge…  sind nicht perfekt. Aber zum Glück kann ich mir ja was Eigenes nähen. Auf Instagram habe ich in letzter Zeit oft das Staple Dress gesehen und wusste schnell, dass der Schnitt von April Rhodes gut zu mir passt. Und hier ist es:

image

Das Kleid hat überschnittene Schultern und sitzt sehr luftig. In der Taille wird es gesmokt und so in Form gebracht. Man kann es so tragen oder mit Gürtel, was mir noch besser gefällt. An das in der Anleitung beschriebene Smoken der Taille habe ich mich allerdings nicht getraut. Ich habe stattdessen, wie es auch als Alternative vorgeschlagen wird, ein Gummiband auf die Innenseite genäht. Da hatte ich noch nicht das tolle Tutorial von pattydoo gesehen. Beim nächsten Mal wird also gesmokt. Ich will ja auch etwas dazulernen.

image

image

Das Staple Dress hat noch ein großes Plus: Taschen! Ich liebe dieses Detail. Wer mag, kann sie aber auch weglassen. Das wird in der Anleitung alles gut beschrieben.

Staple dressZur Wahl stehen außerdem zwei Saumarten. Ein klassischer gerader Saum, wie ich es gemacht habe. Oder ein nach hinten um einiges länger werdender Saum. Der sieht auch gut aus, aber an mir mag ich das nicht so gerne.

Die Anleitung ist komplett bebildert, aber auf Englisch. Ich bin super klargekommen. Der Schnitt ist ziemlich einfach, es gibt keinen Reißverschluss, keine Knopflöcher. Die Taschen erfordern vielleicht ein bisschen Übung, ebenso das Einfassen der Armausschnitte und des Halsausschnittes.

Die Länge des Oberteils kann man übrigens auf die eigenen Maße anpassen. Das hab ich nicht gemacht, sondern es einfach unverändert genäht. Beim nächsten Mal werde ich das Oberteil aber doch leicht verlängern, da die Taille etwas zu hoch für mich sitzt.

image

Für das Kleid solltet ihr weich fallende Stoffe verwenden. Ich habe Viskose mit einem coolen Print genommen. Diesen habe ich schon vor einiger Zeit bei meinem örtlichen Stoffhändler gekauft. In einer riesigen Menge, weil er reduziert war. Das reicht noch locker eine Hose und ein paar Oberteile…

Einige weitere interessante Kleiderschnitte habe ich mir in letzter noch gekauft, die werde ich euch nach und nach zeigen. Wenn ich nur mehr Zeit für meine Nähmaschine hätte!

Nun geht es auf zu RUMS, da gibt es heute bestimmt eine Menge toller Sommeroutfits zu bewundern.

 

Justanothertee: Geniales Schnittmuster for free

Hallo meine Lieben,

Monika von schneidernmeistern ist ein toller Geniestreich gelungen. Sie hat einen lässigen Shirt-Schnitt entwickelt, der sich sowohl für Webware, als auch für Jersey eignet. Und als ob das nicht schon genug wäre – den tollen Schnitt stellt sie uns Näherinnen auch noch gratis zur Verfügung. Schaut hier.

Ich habe gleiche beide Varianten ausprobiert.

Hier Webware: image

Und hier Jersey:

image

Monikas Ziel war es, die Vorteile drei toller, beliebter und außerdem noch gratis zu habender Schnitte in einem zu vereinen.

1. Das Mandy Boat Tee von Tessuti patterns, das ich euch hier schon gezeigt habe. Ein sehr weites Oversize-Shirt mit U-Boot-Ausschnitt, das sich vielseitig stylen lässt. Ich finde, es sieht, zumindest an mir, nur zu Hosen gut aus.

2. Das Hemlock-Tee von grainline. Auch das ist ein Oversize-Shirt, nicht ganz so weit wie das Mandy Boat, dafür etwas länger geschnitten. Eines habe ich mir schon genäht, wer mag, schaut hier.

3. Dann das Plantain von Deer & Doe. Diesen Schnitt liebe ich im Gegensatz zu Monika sehr und habe ihn schon hier und hier und hier gezeigt. Das Shirt hat einen schönen großen Ausschnitt und eine leicht nach unten ausgestellte Passform, was für Frauen mit Rundungen sehr schmeichelhaft ist. Es lässt sich wunderbar zu Röcken kombinieren und zaubert eine tolle Silhouette.

Alle drei Shirts sind sehr einfach und schnell genäht, perfekt für mich und meine Ungeduld.

Monika hat nun ein lockeres Shirt entwickelt, das einen sehr schönen großen Ausschnitt und überschnittene Ärmel hat. Und es besteht nur aus zwei Teilen.

Das Nähen ist ganz einfach, wenn man nicht wie ich den Fehler macht, die Nahtzugabe am Ausschnitt zu vergessen. Das ist mir bei meiner Variante aus Webware nämlich passiert. Ich hatte mir sogar einen tollen Beleg selbst gebastelt und dann beim Anprobieren gemerkt, dass der Ausschnitt viiiiiiiiel zu weit ist. Er ist zwar an sich schon sehr weit angelegt, aber ich habe das Shirt wirklich verloren. Nach einer Frustphase über Nacht habe ich dann einfach eine Naht am Beleg gesteppt, wodurch ein Tunnel entstanden ist. In den habe ich dann vorne mittig ein Stück Hutgummi eingezogen. So entsteht eine dekorative Raffung und der Ausschnitt passt so.

Jetzt bin ich aber sehr zufrieden mit meinem Shirt und sicher werde ich es oft tragen.

 

image

Das Shirt ist hinten länger als vorne, das mag ich gerne in Kombination mit Hosen.

image

Für die Variante aus Jersey habe ich einen unglaublich bunten Stoff  aus meinem Vorrat verwendet. Er ist sehr schrill und knallig, eigentlich gar nicht das, was ich sonst trage. Zusammen mit einer schwarzen Hose sieht es ja schon ganz gut aus. Und die Form und den Fall mag ich auch sehr. ABER das viele Bunt, ich weiß nicht. Ich würde sagen, es muss noch eines in unauffällig her.

Justanothertee 1

Übrigens: Falls mir jemand einen Tipp für ein Schnittmuster hat für so eine Hose, wie ich sie hier trage, dann wäre ich dankbar. Ich liebe sie nämlich sehr, aber sie ist schon ein paar Jahre alt und hat ihre besten Tage gesehen.

Monikas justanothertee ist definitiv gut gelungen und ein tolles Basicteil für jede Sommergarderobe. Ich bin gespannt, was die anderen für tolle Shirts zaubern werden.

Jetzt geht es erstmal zu RUMS zum Schauen, was bei dieser Hitze alles so entstanden ist. Außerdem noch zu Nähfrosch und der Party für kostenlose Schnittmuster.

image

image

 

Mein neuer schneller Lieblingsrock

Hallo meine Lieben,

ich habe einen neuen Lieblingsschnitt: Everyday Skirt von Liesl & Co.

imageWarum ich den Schnitt für den Rock für jeden Tag so toll finde? Das hat mehrere Gründe:

1. Er sieht superschön aus.

Ich mag die weite Form total gerne. Das ist schmeichelhaft und feminin, ohne aufzutragen. Und im Sommer ist das Flatterhafte herrlich luftig und leicht. Auch ist er geradlinig und schlicht, solche Schnitte liebe ich.

Everydayskirt1

2. Er ist ganz schnell genäht.

Ich gebe es zu, ich bin (meistens) faul und will ein schnelles Resultat. Schnitte, die sehr aufwändig sind und viel Feinarbeit und Geduld erfordern, sind in der Regel nicht mein Ding. Obwohl ich vorhabe, hier an mir zu arbeiten und mich Herausforderungen zu stellen. Wer aber ein schnelles Röckchen braucht, ist mit diesem Schnitt bestens bedient. Die englischsprachige Anleitung ist leicht verständlich und nachvollziehbar.

3. Er kommt ohne Reißverschluss aus.

Diese Tatsache trägt natürlich maßgeblich zu Punkt 2, dem schnellen Nähen, bei. Das Gefummel mit Reißverschlüssen braucht, zumindest bei mir, immer seine Zeit. Wenn sich das vermeiden lässt, bin ich dankbar. Ich finde, dass hier eine schöne Lösung gefunden wurde. Denn vorne hat der Rock einen festen Bund. Nur hinten ist ein Gummibund gearbeitet. So wirkt er irgendwie professioneller als Röcke mit durchgehendem Gummibund.

image

4. Er hat Taschen.

Auch das finde ich bei Röcken total wichtig. Es ist einfach bequem und lässig, wenn man seine Hände und Kleinigkeiten verstauen kann.

image

5. Er lässt sich einfach individualisieren.

Mit wenig Aufwand lassen sich tolle Effekte erzielen. Ich habe einen ganz schlichten grauen Baumwollstoff verwendet. Alle, die hier ab und zu lesen erinnern sich vielleicht, dass ich vor einiger Zeit eine edle Wendebettwäsche zu einer Bluse verarbeitet habe. Wer möchte, kann sie hier anschauen. Für den Rock habe ich die Reste dieser Bettwäsche verwendet. Und um einen kleinen Hingucker zu schaffen, habe ich den Bund mit einem hübschen Zierstich meiner Nähmaschine veredelt.

Man kann natürlich Paspelband am Bund oder an den Taschen mit einarbeiten, Webband oder Spitze aufnähen usw.

image

6. Er lässt sich aus vielen verschiedenen Qualitäten und in unterschiedlichen Stilen nähen.

In Netz finden sich viele tolle Umsetzungen des Everyday Skirts. Von schick bis sportlich, aus Baumwolle, Jersey, Leinen, Jeans, Wolle…., alles ist möglich. Ich habe mir auch noch einen zweiten aus Leinen gemacht, den werde ich euch demnächst zeigen.

7. Er ist vielseitig kombinierbar.

Die Form ist sehr anpassungsfähig. Es sieht gut aus, wenn man ein schlichtes Shirt zum Rock kombiniert. Das kann man sowohl in den Bund stecken, als auch lässig darüber tragen. Mit Pulli oder Strickjacke macht er sich auch gut. Wenn man ein schickes Oberteil aus Seide dazu trägt, wird der Rock ausgehfein. Dazu hohe Schuhe und auffälliger Schmuck – fertig!

image

Jetzt aber noch schnell zum Shirt. Das ist wieder mal ein Plantain von Deer & Doe, mein heißgeliebtes Freebook. Ich hab mir schon ein paar Varianten gemacht hier und hier und immer wieder finde ich einen Stoff, der sich perfekt für das Shirt eignet. Der Schnitt ist so herrlich vorteilhaft und unkompliziert. Ist doch toll, wenn man innerhalb von kürzester Zeit ein neues Shirt in Händen halten kann, ohne shoppen gehen zu müssen!

Die Säume habe ich mit silberfarbenem Stickgarn mit einem Zierstich gearbeitet, so kommt ein bisschen Glamour ins Spiel.

image

image

Und jetzt geht es mit meinem Flatterrock ab zu RUMS. Mal schauen, was für sommerliche Outfits die anderen so genäht haben.

 

 

 

Französischer Schick mit “ La joueuse“

Hallo meine Lieben,

in meiner inzwischen ziemlich umfangreichen Schnittsammlung gibt es auch ein paar Schnitte aus Frankreich. Den ersten habe ich nun umgesetzt. Darf ich euch „La joueuse“ (die Spielerin) von mlm patrons vorstellen? Voilà:

la joueuse 1 Der Name „die Spielerin“ rührt daher, dass man bei diesem Schnitt mit vielen verschiedenen Stoffen und Materialien sowie Längen spielen kann. Denn der Clou ist, dass das Shirt zweilagig gearbeitet wird. Das seht ihr auf den Fotos unten ganz gut. Auf dem großen Foto oben habe ich die untere Lage in die Hose gesteckt.la joueuse 2Ich habe für die obere Lage einen ganz dünnen Baumwollstoff verwendet, den ich mir auf dem letzten Holländischen Stoffmarkt bei uns in Stuttgart gekauft habe. Die zweite Lage besteht aus einer hauchdünnen rosa Viskose. Beides knittert sehr leicht, was ich während des Shootings feststellen musste. Die Bluse war frisch gebügelt und sah innerhalb weniger Minuten aus, wie einen Tag lang getragen.

la joueuse 3Aber das ist das kleinste Problem. Denn leider, leider, bin ich mit dem Schnitt nicht so zufrieden. Ich habe mich so aufs Nähen gefreut, weil ich die Idee, zweilagig zu arbeiten, toll und spannend fand. In meiner Fantasie sind schon ganz viele verschiedene Teile entstanden. Aber die Realität hat mich schnell eingeholt.

Das fing schon beim Ausmessen an. Ich brauche tatsächlich eine der größten Größen! Oh, das hat mich gleich etwas frustriert. Aber na ja, das kennt man ja von französischer Mode. Nachdem der Schock überwunden war, war ich wieder guter Dinge. Das Nähen an sich war eigentlich kein Problem, aber es braucht eben schon seine Zeit. Denn die Teile werden sehr gut durchdacht miteinander verbunden. Und ab und zu musste ich ein paar Fachbegriffe nachschlagen, aber das sehe ich positiv als Erweiterung meines französischen Wortschatzes.

la joueuse 4Der Frust kam dann beim Anprobieren. Die Bluse sitzt bei mir hinten und vorne nicht. Der Ausschnitt ist viel zu groß und rutscht mir ständig über die Schulter. Aber so stark, dass ich ein Top drunter tragen muss, um nicht im BH dazustehen. Und die Arme sind fast zu eng, der Stoff spannt sehr, wenn ich sie anhebe. Um den Bauch und die Hüfte ist es dann ganz o.k. Vielleicht hätte ich doch eine Größe kleiner nähen sollen? Ich weiß es nicht und hab ehrlich gesagt auch keine Lust, das nochmal auszuprobieren. Hat vielleicht eine von euch diesen Schnitt auch schon genäht und weiß einen Tipp? Ich würde mich freuen.

Aber wahrscheinlich muss ich mich einfach damit abfinden, dass dieser Schnitt nur zierlichen, sehr schlanken Frauen steht. Hoffentlich ist das mit den anderen Schnitten von mlm patrons nicht der Fall, ich habe mir im Übereifer nämlich gleich drei gekauft.

la joueuse 5

Aber Kopf hoch! Trotz Passform-Problemen gehe ich mit meiner Bluse zu RUMS.