Kuschelweiche Sweatjacke

Hallo meine Lieben,

heute wird es hier kuschelig und gemütlich! Und es geht Französisch weiter. Nachdem ich euch letzte Woche das Sweatshirt Courcelles hier gezeigt habe, ist heute das Jäckchen Monceau an der Reihe, das nach dem gleichen Schnitt genäht wird (erhältlich bei cozy little world, allerdings nur auf Französisch). Hier ist das gute Stück, einmal offen, einmal geschlossen getragen:

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Der Schnitt ist ganz schlicht, leicht tailliert und figurumspielend. Geschlossen wird das Jäckchen mit Druckknöpfen, Knopflöcher nähen entfällt also. (Wobei ich mir fest vorgenommen habe, mich endlich auch mit meiner neuen Maschine endlich an Knopflöcher zu wagen.) Gerade wegen seiner Schlichtheit bietet der Schnitt sehr viel Variationsspielraum. Ich habe im Netz so viele tolle Beispiele gesehen! Das gab letztlich auch den Ausschlag, mir den Kombischnitt zu kaufen.

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Ich habe mich für einen hellgrauen Steppsweat (Kelly von Swafing ) entschieden. Und ich bin mit meiner Wahl sehr zufrieden. Der Stoff ist ganz leicht, fällt toll und hält dank der Wattierung richtig schön warm. Ob offen oder geschlossen, das Jäckchen sieht immer „angezogen“ und trotzdem lässig aus. Das mag ich sehr gerne. Ich habe mir vorgenommen, es auch noch in einem dunkleren Farbton zu nähen, dann kann es auch mal einen Blazer ersetzen.

Im Gegensatz zum Sweatshirt, dessen Ausschnitt ich recht klein fand, finde ich den Ausschnitt der Jacke fast ein bisschen zu groß. Er ist sehr halsfern, da kann es schon mal zugig werden. Aber dann kommt eben ein schönes Tuch drüber. Das ist ein Vorteil des neutralen Grautons: Akzentfarben passen sehr viele dazu und ohne großen Aufwand, nur mit ein paar Accessoires in einer auffälligen Farbe, entsteht ein anderer Look.

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Wie auch beim Sweatshirt habe ich die größte Größe genäht. Das Jäckchen sitzt an sich prima, nur wirft es am Busen, wie das Sweat auch, Falten. Keine Ahnung, woran das liegt. Hat jemand eine Idee?

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Vor dem Anbringen der Druckknöpfe hatte ich ehrlich gesagt etwas Respekt. Auf Hämmern hatte ich keine Lust, deshalb habe ich mir gleich eine praktische Variozange von Prym gekauft. Mit der ist das Anbringen von Druckknöpfen wirklich ganz einfach. Was ganz wichtig ist: Unbedingt den Stoff verstärken, sonst geht er beim Öffnen und Schließen der Knöpfe später oder sogar schon beim Anbringen kaputt!

Und so hab ich es gemacht:

Zuerst habe ich die Knöpfe in gleichmäßigen Abständen auf der Knopfleiste verteilt. Bis ich zufrieden war, habe ich ein paarmal hin- und hergeschoben und ausgemessen.

imageAnschließend wird die Position der Knöpfe mit Kreide oder einem auswaschbaren Stift markiert. Mit der Zange und einem der Spezialaufsätze dann beherzt los und Löcher stanzen! Das hat mich schon etwas Überwindung gekostet… Damit das Gegenstück der Knöpfe auf der anderen Seite der Knopfleiste genau passend sitzt, habe ich einfach die beiden Leisten übereinander gelegt, durch die Löcher die Stiftspitze gesteckt und auf der zweiten Seite einen Punkt gemacht.

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Dann werden die Druckknöpfe wie in der Anleitung zur Zange und den Knöpfen selbst angebracht. Dazu werden verschiedene Aufsätze verwendet, die je nach Arbeitsschritt ausgewechselt werden. So sind die Knöpfe ganz schnell und großen Kraftaufwand fixiert.

Ich bin gespannt, wie euch „Monceau“ gefällt. Mein Kuscheljäckchen wird mich bestimmt gut durch den Winter begleiten, ich mag es gar nicht mehr ausziehen.image

Und nun los zu Rums ! Mal schauen, was die anderen Tolles gemacht haben.

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Kuschelsweat für den Herbst

Hallo meine Lieben,

ich bin sehr frankophil, liebe alles, was mit Frankreich zu tun hat. Egal, ob Mode, Essen, Trinken, Lifestyle – bei den Französinnen kann man sich ein paar Sachen abschauen. Sie sind immer schick, gepflegt, feminin und trotzdem lässig und unangestrengt, das mag ich gerne. Und tolle Schnittmuster haben sie auch noch.

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imageIch hab mir à la française ein Sweatshirt in meiner neuen Lieblingsfarbe Bordeaux genäht. Der Schnitt heißt Courcelles und ist von cozy little world . (Mein Shirt Jasmin ist übrigens auch von cozy little world. Wer mag, kann es sich hier anschauen). Ein ganz schlichtes, klassisches Sweatshirt, ohne Raglan- oder Fledermausärmel, wie die meisten Shirts momentan. Verwendet habe ich einen weinroten Sweatstoff, den ich auf dem letzten Holländischen Stoffmarkt gekauft habe.

imageIch finde es ganz schön, aaaber… Zuerst einmal finde ich es erschreckend, dass ich die größte Größe nähen musste (eine französische 44). Klar, die Französinnen sind im Großen und Ganzen eher zierlich. Aber es gibt doch auch welche mit etwas mehr auf den Rippen, die haben das Nachsehen… Genäht ist das Shirt schnell und einfach. Mir kam es etwas kurz vor, deshalb habe ich es um 3 cm verlängert. Durch die leicht taillierte Form umspielt es die Figur und schmeichelt.

imageIch finde allerdings, dass der Ausschnitt auf jeden Fall größer sein könnte. So würde es weniger sportlich und femininer wirken. Wenn ich es noch einmal nähe, werde ich das ändern.

imageUnd irgendwie ist es mir unter den Armen doch etwas eng und wirft daher unschöne Falten. Das kann aber auch an meinem ziemlich festen und unelastischen Stoff liegen. Nicht sehr schlimm, aber es stört mich trotzdem.

imageWer mir auch auf Instagram folgt weiß, dass ich überlegt hatte, schwarze Blätter, die ich geplottet habe, auf mein Sweatshirt zu bügeln. Aber die meisten fanden das keine so gute Idee, deshalb ist es ganz schlicht geblieben. Ich trage es gerne mit einer großen Kette und etwas höheren Schuhen, damit ich mich „angezogen“ und nicht zu sehr nach Freizeitlook fühle. Der momentane Sweattrend ist zwar bequem und unkompliziert, aber ich finde, dass man oft ziemlich nach Sport oder Sofa aussieht. Deshalb motze ich Sweats ganz gerne ein bisschen auf.

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Im Schnitt ist auch noch eine Variante für ein Jäckchen mit Druckknöpfen, genannt Monceau, enthalten, das werde ich auch noch ausprobieren. Die Beispiele, die ich gesehen habe, sehen toll aus! Ein wattierter Jersey liegt schon bereit.

Und nun endlich mal wieder ab zu RUMS, die letzte Woche habe ich es leider nicht geschafft.