Else im Chevrondesign

Es gibt Lieblingsschnitte, die nähe ich immer wieder gerne. Einfach, weil sie perfekt passen, gut sitzen und variabel sind. Die Else von schneidernmeistern ist definitiv ein solcher Schnitt. Ich mag die Form des Kleides sehr  gerne und fühle mich in ihm total wohl.

Schaut mal:

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Ich habe mich wie bei meiner ersten Else (wer mag, schaut hier ), die ich sehr gerne und häufig trage, wieder für den U-Boot-Ausschnitt und die weite Rockform entschieden. Ich gebe es zu, Experimentierfreude sieht anders aus. Aber meine Else 1 hat sich einfach so bewährt…

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Den tollen Stoff in meinen Lieblingsfarben habe ich vom letzten Holländischen Stoffmarkt hier in Stuttgart. Das ist ein Jersey-Jacquard mit einem ziemlich hohen Synthetikanteil, der sich aber zum Glück sehr angenehm trägt. Nur zieht er leider sehr schnell kleine Fädchen. Ich hoffe mal, dass ich trotzdem lange Freude an meiner Else haben werde.

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Schön dazu finde ich meinen schwarzen Ledergürtel, den mir eine liebe Freundin letztes Jahr zu Weihnachten geschenkt hat. Ich weiß gar nicht, wie ich früher ohne ihn klargekommen bin. Zur Zeit trage ich ihn praktisch ständig zu Kleidern und Röcken.

Es geht aber auch ohne Gürtel:

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Aber ich muss sagen, mit Gürtel fühle ich mich einfach wohler. Was meint ihr, besser mit oder ohne Gürtel?

Bestimmt ist es auch aufgefallen. Ich habe mir nach Monikas Tutorial dieses Mal Taschen in meine Else genäht. Hach, das ist so bequem und praktisch – nie wieder ohne! Monika liefert ergänzend zum Schnitt die Taschenschnittteile und ein super erklärtes und bebildertes Tutorial zum Einnähen der Taschen in die Seitennähte. Der Mehraufwand lohnt sich in jedem Fall!

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Ich habe dafür einen Rest schwarzen, festen Jersey verwendet. Der Kleiderstoff war mir dafür zu dick, der hätte bestimmt sehr aufgetragen. Für solche Zwecke horte ich in einer großen Kiste die verschiedensten Stoffreste. Und immer wieder kann ich etwas verwenden, sei es für Taschen, Belege, Schrägbänder, Applikationen, Bündchen…

Den Beleg habe ich aus dem gleichen Stoff genäht. Leider sieht man das auf dem Foto nicht so deutlich. Bzw. eigentlich ist das ja gut, denn der Beleg ist mir so schön gelungen, dass er extrem unauffällig ist. So soll es schließlich auch sein.

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Ich weiß, ich bin spät auf den Elsentrend aufgesprungen, aber jetzt bin ich total begeistert. Und meine nächste Else wird dann auch mal eine andere Variante, schließlich muss ich das Baukastenprinzip ausnützen. Vielleicht gibt es eine sportliche Variante mit Kapuze? Oder eine schicke mit schwingendem Rock? Oder mal nur als Oberteil?

Ich halte euch auf dem Laufenden!

 

Gut zu wissen

 

Have you seen Karl lately in Stuttgart?

Ist euch Karl die letzten Wochen auf den Social Media-Kanälen auch immer mal wieder  begegnet? Bestimmt, so wie er unterwegs ist, sogar international, ein Hansdampf in allen Gassen… Auch ich hatte ein Date mit Karl und es hat gleich „Boom“ gemacht. Hier der Beweis, Karl und ich:

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Für alle, die jetzt nicht wissen, wovon ich rede: Karl ist Monikas aka schneidernmeistern neuester Streich. Ein Schnitt für ein lässiges Pulloverkleid in Midilänge. Neben der ungewöhnlichen Länge sind der angeschnittene Rollkragen und eine tiefer gesetzte Tasche weitere Besonderheiten von Karl.

Hier zuerst der Rollkragen im Detail:

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Ich habe die Länge des Kragens nach Schnitt genäht. Wer mag, kann ihn aber auch verkürzen. Er trägt sich wirklich sehr bequem und engt überhaupt nicht ein. Wenn ich das sage, dann will das was heißen, denn ich trage eigentlich nie, gar nie Rollkragen, weil ich mich damit so beengt fühle. Aber Karl hat mich echt auf den Geschmack gebracht.

Karls weitere Eigenart ist eine tief angesetzte Tasche. Hm, da musste ich dann aber doch mein Ding durchziehen und eine zweite Tasche aufsetzen. Denn Asymmetrie kann ich an mir überhaupt nicht leiden. Egal, ob bei Frisuren oder Kleiderschnitten. Aber ich finde, das schadet dem speziellen Karl-Style überhaupt nicht. Und Monikas Segen habe ich …

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Ihr seht es bestimmt: Karl ist total bequem und unkompliziert zu tragen. Er ist kuschelig warm, lässig, stilvoll und alltagstauglich. Einfach morgens drüberziehen und fertig ist ein tolles Outfit. Er wird mich bestimmt treu durch die kalte Jahreszeit begleiten.

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Ich habe für meinen Karl einen dunkelgrauen Romanit Jersey von Alles- für- Selbermacher verwendet. Der fällt gut, ist aber stabil und bleibt in Form, leiert also beim Tragen nicht aus. Grau ist unspektakulär, aber einfach eine meiner liebsten Farben, denn Grau passt zu allem, hat Understatement und ist weniger streng als Schwarz.

Karl lässt sich perfekt mit meiner nudefarbenen Tasche von Liebeskind Berlin kombinieren. Und meine Lieblingspumps mit Plateau von Unisa passen auch perfekt. Stiefeletten gehen aber auch gut dazu, Stiefel muss ich noch ausprobieren.

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Karl ist übrigens nicht nur von deutschen, sondern auch von vielen internationalen Nähblogerinnen zur Probe genäht worden und überall auf begeisterte Resonanz gestoßen. Der Schnitt ist auf Englisch bei Näh-Connection erhältlich. Dort solltet ihr überhaupt mal vorbeischauen, wenn ihr Lust auf Schnitte aus dem englischsprachigen Ausland habt. Annika übersetzt diese und macht damit alle happy, die sich an die englischen Originale nicht herantrauen.

Wenn ihr jetzt auch Lust auf ein Date mit Karl bekommen habt, dann schaut hier bei Monika rein, da sind alle Shops angeführt. Achtung, Karl gibt es mit einem Einführungsrabatt von 15%  bis Sonntag, den 06.11.2016.

So, und jetzt mache ich es mir mit Karl gemütlich.

 

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neues Lieblingsbasic: Bluse Bellah

So, mal wieder einen Angstgegner besiegt! Seit Ewigkeiten drücke ich mich erfolgreich ums Nähen einer Knopfleiste. Deshalb lag der Schnitt für die Bluse Bellah von Prülla auch eine ganze Weile unberührt und mahnend in meinem Archiv.  Jetzt habe ich mich doch aufgerafft. Zum Glück, denn meine Bellah mag ich total gerne. Hier ist sie:

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Ich habe einen wunderschönen Baumwollbatist von Atelier Brunette verwendet (die haben soooo geniale Stoffe, ich könnte mir fast jeden davon kaufen), der schon lange auf seinen Einsatz wartet und den ich hier gekauft habe. Mir ist es wirklich schwer gefallen, den tollen grauen Stoff mit kleinen schwarzen Sternchen anzuschneiden. Und jetzt bin ich froh, dass ich es gemacht habe. Denn ich trage meine Bellah sehr gerne. Zum Beispiel  mit einem kurzen Jeansrock und einem Strickjäckchen drüber:

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Aber sie sieht auch ohne Jacke und über den Bund getragen super aus. So könnt ihr den Schnitt außerdem besser erkennen:

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Bellah ist leger geschnitten, hinten etwas länger als vorne. Die längere Rückenpartie mag ich sehr gerne, denn so kann ich sie vorne etwas in den Hosen- oder Rockbund stecken und hinten heraushängen lassen. Das sieht schön lässig und trotzdem gut angezogen aus.

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Ich habe mich für die Variante mit langen Ärmeln entschieden und habe sie ohne Gummizug gearbeitet. So kann ich sie gut unter Strickenjackenärmeln hervorblitzen lassen.

Wenn es mal etwas seriöser sein soll, kann ich Bellah auch komplett in den Bund stecken. Mit der lässigen Form und dem tollen Stoff sieht das auch gar nicht bieder aus.

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Eine Besonderheit sind die drei kleinen Falten auf den Schultern. Die sind zum einen dekorativ und sorgen zum anderen dafür, dass Bellah schön fällt und bequem sitzt.

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Besonders stolz bin ich auf die Knopfleiste. Ich hatte ja Bedenken, dass ich die Abstände vielleicht nicht korrekt hinbekomme, dass die Knopflöcher zu groß oder zu klein werden, dass sie nicht mittig sitzen… Aber es hat dank der Knopflochautomatik meiner Nähmaschine, die ich jetzt endlich auch mal ausprobiert habe, super geklappt.

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Nachdem also die erste Hürde überwunden war, bin ich mutig geworden und habe das obere Knopfloch in leuchtendem Pink genäht. Mir gefällt der kleine Hingucker total gut. Die Knöpfe habe ich dann auch noch gleich mit der Maschine angenäht, das hat auch perfekt funktioniert und geht turboschnell.

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Unten an der Knopfleiste habe ich ein kleines pinkfarbenes Sternchen aufgestickt. Das ist zwar ganz dezent, blitzt aber heraus, wenn ich nur die andere Seite der Knopleiste in den Bund stecke.

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Was ich mit diesem Schnitt mal wieder gelernt habe? Herausforderungen anzunehmen lohnt sich! Nur so lernt man dazu. Dann freut man sich über seinen Erfolg und ist wieder einen Schritt weiter. So ging es mir auch mit meiner ersten Jeans (wer mag, schaut hier).  Von nun an habe ich jedenfalls keine Hemmungen mehr, Knopflochleisten zu nähen!

Falls ihr noch nicht so weit seid, dann könnt ihr Bellah aber auch ohne Knopflochleiste arbeiten, oder sie faken, oder auch nur einen Knopf annähen. Wie ihr möchtet.

Ich mache mir auf jeden Fall noch mehr Blusen, denn sie lassen sich perfekt kombinieren und im Lagenlook tragen.

 

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Schneller Mantel Frau Ava

Braucht ihr noch schnell einen neuen Mantel, bevor es so richtig kalt wird? Er soll kuschelig warm und bequem sein? Er soll schick und modern sein? Und es wäre schön, wenn er unkompliziert zu nähen wäre? Ihr möchtet flexibel in der Stoffwahl sein? Dann liegt ihr mit dem neuen Schnitt Frau Ava von Hedi näht genau richtig.

Das ist meine Frau Ava:

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Ich habe mich für einen beidseitig verwendbaren Scuba in Grau/Schwarz entschieden, den ich schon eine Weile in meinem Stoffvorrat habe. Durch dieses recht feste und eher steif fallende Material kommt die lässige oversized Schnittführung sehr gut zur Geltung. Genauso gut könnt ihr den Mantel aber auch aus Sweat, Jacquard, Strick- oder Wollstoff nähen. Je nach Wahl habt ihr so einen Mantel für drinnen oder draußen.

Wer Angst vor Knopflöchern hat, kann bei diesem Schnitt getrost zuschlagen. Der Mantel kann ganz einfach mit einem Druckknopf geschlossen werden. Ich habe einen ganz großen zum Aufnähen verwendet:

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Auf den beiden Bildern oben ist gut zu erkennen, dass der Mantel mit großen Abnähern vorne in Form gebracht wird.

Und von innen sieht Frau Ava so aus:

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Und jetzt noch einmal mit geschlossenem Knopf, so kommt die leichte Egg Shape besonders gut zur Geltung:

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Um einige Details abzusetzen, habe ich die schwarze Seite des Stoffes eingesetzt. Hier seht ihr die aufgesetzten Taschen. Eigentlich werden sie mit einem separaten Beleg gearbeitet. Ich habe aber einfach die Innenseite umgeschlagen. Festgenäht habe ich die Taschen dann mit einem Fake-Overlockstich, ohne die Kanten einzuschlagen.

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Für die Ärmelbündchen habe ich ebenfalls die schwarze Seite verwendet. Das gibt einen schönen Kontrast.

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Auch von hinten sieht die Ava gut aus, oder?

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Ich habe den Mantel übrigens ca. 3 cm kürzer genäht, als im Schnitt vorgesehen. Für mehr hat mein Stoff nicht gereicht…

Und zu guter Letzt noch eine winterliche Stylingvariante meiner Frau Ava. Ich habe sie mit Mütze und Dreickeckstuch kombiniert, beides habe ich mir letzten Winter gestrickt. Passt perfekt!

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Ich habe meinen neuen Mantel nun schon ein paar Mal draußen getragen und er hat mich bei den herbstlichen Temperaturen gut gewärmt. Wenn es dann kälter wird, werde ich Ava als Indoor-Mantel und Strickjackenersatz verwenden.

Wenn ihr noch mehr tolle Frau Avas bewundern wollt, dann schaut mal hier. Es kommen immer wieder neue dazu.

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Megaschicker Wendeblouson

Puh, erstmal Schweiß abwischen! Jetzt hab ich es gerade noch zum Finale des Jacken-Sew-Along von ellepuls geschafft. Jubel! Daumen hoch!

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An dieser Stelle ganz herzlichen Dank an Elke für die Organisation dieses tollen Events. Es hat Spaß gemacht, sich mit den anderen ambitionierten Näherinnen auszutauschen und zu beobachten, was für tolle Jacken innerhalb der drei Wochen entstanden sind. Hier könnt ihr euch die Ergebnisse anschauen.

Jacken-Sew-Along Finale

Vor drei Wochen kam mir Elkes Aufruf gerade recht, denn ich hatte schon länger vor, mir eine Bomberjacke zu nähen. Als dann auch noch ki-ba-doo das Erscheinen des Schnittes Maneela ankündigte war mir klar: Da mach ich mit! Das Problem war nur, dass der Schnitt erst einige Zeit nach dem Start des Sew-Alongs erscheinen würde. Da hieß es also erstmal abwarten. Aber mit hechelnder Zunge habe ich es auf die Zielgerade geschafft und freue mich total, euch heute meinen Wendeblouson zeigen zu können.

Einmal ganz auffällig, glänzend und edel mit rosa Satin (hat mir mein Mann mal von einer Dienstreise nach China mitgebracht) außen:

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Und schwupps, umgedreht, mit grauem Stepp (vom Holländischen Stoffmarkt) außen:

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Toll, oder? Ich bin auch wirklich mächtig stolz, dass ich das geschafft habe. Denn zwischendurch hatte ich wirklich auch mal ans Aufgeben gedacht (auf Instagram konntet ihr meine Auf und Abs genauer mitverfolgen).

So klappte es zum Beispiel nicht wir gewollt den schmalen Einsatz am Ärmel aus Satin zu nähen. Der Satin war im Vergleich zum Stepper viel zu leicht und ist dann immer so blöd zusammengeklappt. „Ist doch ganz einfach“, dachte ich mir „dann bügelst du eben ein leichtes Verstärkungsvlies auf“. Tja, nur dumm, dass das auf dem glatten, flutschigen Stoff nicht richtig halten wollte und total hässliche Falten geworfen hat. So sah es aus:

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Also wieder ab damit und einfach auch aus Stepper genäht. Auch ganz schön, finde ich. Vor allem die silberfarbene Paspel macht was her.

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Hier noch ein paar Ansichten in Grau, bevor es weiter zu Rosa geht:

Das ist mein Wendereißverschluss, den ich mir extra bei Berger in Stuttgart habe anfertigen lassen. Passt perfekt zu meinem rosa Satin!

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Und hier seht ihr schon die rosa Seite hervorblitzen:

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Und voilà, hier ist sie:

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Sieht komplett anders aus, als die graue Variante. Grau wirkt eher sportlich und lässig, Rosa viel auffälliger und schicker.

Der Streifen vorne am Reißverschluss ist ehrlich gesagt keine Absicht. Denn als ich Innen- und Außenjacke zusammennähen wollte, stellte sich heraus, dass das gar nicht so einfach war. Zum einen kam ich mit der Anleitung nicht richtig klar. Auch auf den Fotos war dieser Part nicht so gut zu erkennen. Außerdem verzog sich der elastische Stoff beim Annähen ans Bündchen und somit war der Satin um ein ganzes Stück zu klein.

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Nach einem kurzen Verzweiflungsanfall und vielen Ratschlägen auf Instagram habe ich mich dann entschlossen, auf beiden Seiten des Reißverschlusses einen Streifen anzusetzen. Im Nachhinein hätte ihn noch breiter zuschneiden sollen, sodass er mit dem eingesetzten Bundstreifen unten am Rand abschließt. Einfach in der Breite wie der im Schnitt eingezeichnete Beleg (dessen Verwendung in der Anleitung leider nicht beschrieben wird). Wie auch immer, Projekt gerettet!

Auf dem Bild unten seht ihr auch noch die Paspeltaschen. Puh, ich weiß gar nicht, wann ich zum letzten Mal Paspeltaschen genäht habe. Das muss schon eine ganze Weile her sein. Hierfür habe ich mir dann auch zusätzlich verschiedene Tutorials und mein gutes, altes Nähbuch zur Hilfe genommen.

imageIch bin total stolz auf meine neue Jacke. Und ich freue mich, dass ich wieder ein paar neue Dinge dazugelernt habe.

Jetzt bin ich mal gespannt, welche Seite im Alltag häufiger zum Einsatz kommen wird. Ich schätze, es wird die graue sein.

Und ich freue mich zur Entspannung auf einfachere, schnell zu machende Nähprojekte. Und wer weiß, vielleicht folgt dann auch bald ein weiterer Blouson.

So, und nun Prost, liebe ellepuls aka Elke und alle anderen Mitstreiterinnen!

Dieser Beitrag ist übrigens auch meine Premiere beim MeMadeMittwoch und beim AfterWorkSewing.

 

 

Manntje, Manntje, Timpe Tee

Habt ihr schon angefangen, eure Herbstgarderobe zu nähen? Braucht ihr noch ein besonderes Basic? Dann habe ich eine Idee für euch: Bald ist es soweit, dann erscheint der neue Schnitt von Monika aka schneidernmeistern: Das Timpe Tee. Ein Statement-Bretonshirt in der typisch kastigen Form mit U-Bootausschnitt. Ich hatte das Vergnügen und durfte zur Probe nähen.

Bestimmt denkt jetzt die eine oder andere von euch: „Ein Bretonshirt muss unbedingt gestreift sein, eigentlich in Blau-Weiß und eigentlich maritim gestylt.“ Hab ich alles nicht gemacht. Meines ist Curryfarben. So. Punkt.

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Und ich finde es toll so. Muss ja nicht, das mit den Streifen. Geht doch auch mal anders. Ich finde, dass der U-Bootausschnitt, die lässigen, überschnittenen Schultern und die weiten 3/4-Ärmel auch ganz wunderbar zu anderen Stoffen passen.

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Ich habe einen festen Interlock Jersey von Swafing verwendet, der sich super für das Timpe Tee eignet, da er ein bisschen Stand hat. Und weil der Stoff auch relativ dick ist, kann ich mein neues Lieblingsshirt wunderbar im Herbst tragen. Hier der Beweis:

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Der Ausschnitt wird mit einem Beleg verarbeitet. Ich habe ihn aus dem gleichen Stoff zugeschnitten und dann auch noch abgesteppt. Tolle Effekte könnt ihr übrigens auch erzielen, wenn ihr ihn in einer Kontrastfarbe arbeitet. Für mein nächstes Timpe Tee hab ich mir das fest vorgenommen.

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Wie es der Zufall will, passen meine gelben Ballerinas perfekt zum Shirt. Und meine geliebte Kugelkette auch. Und sogar das Herbstlaub im Garten…

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Wenn ihr schlichte, klassische Teile auch so gerne mögt wie ich, dann ist das Shirt genau richtig für euch. Es ist ein echtes Statement, es ist wandelbar, passt sich jedem Stil an und ist ein zeitloses Basic für euren Kleiderschrank. Und einfach zu nähen ist es auch noch. Es fällt allerdings recht groß aus, daran solltet ihr bei der Größenauswahl denken. Ich habe eine 38 genäht und finde fast, es könnten einen Ticken kleiner sein.

Wenn es euch jetzt in den Fingern juckt, dann kann ich euch beruhigen. Ab dem 29.09. ist der Schnitt bei schneidernmeistern erhältlich.

Und wenn ihr noch mehr Beispiele sehen wollt, dann schaut doch mal bei Petra von pedilu bloggt und Catrin von stoffbüro . Bei Catrin könnt ihr euch dann auch gleich den passenden Stoff aussuchen…

Bei nur einem Timpe Tee ist es bei mir natürlich nicht geblieben. Weil es so schön war, habe ich mir gleich noch ein zweites genäht. Dieses Mal in 36 (ach, wie sich das gut anhört;) und, also doch, gestreift. Davon hier bald mehr.

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Spätsommeroutfit

Bevor der Herbst den Spätsommer endgültig ablöst, muss ich euch noch unbedingt mein neues Outfit, bestehend aus Hose und Shirt,  zeigen.

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Ich habe es endlich geschafft, mir die Hose Moji von Seamwork zu nähen. Sie steht schon seit einer ganzen Weile auf meiner To-Sew-Liste, die immer länger wird. Seamwork ist ein amerikanisches Onlinemagazin, das ich schon eine ganze Weile abonniert habe und sehr gerne mag. Als Abonnentin kann man die neueste Ausgabe monatlich lesen. Neben interessanten Artikeln rund ums Nähen und DIY gibt es jeden Monat zwei neue Schnitte, die miteinander harmonieren. Entweder man lädt sich diese runter oder löst zwei Credits für einen Schnitt nach Wunsch aus dem Bestand ein. Der Schnitt ist zusammen mit Akita erschienen, einer Kurzarmbluse mit überschnittenen Armen. Die muss ich mir dann nächstes Frühjahr nähen.

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Die Passform der Hose finde ich richtig gut. Sie sitzt an der Hüfte recht locker  und läuft nach unten hin schmal zu. Aufgesetzte Taschen sind ein Hingucker und sehr praktisch. Sie kommen auch Nähanfängerinnen entgegen, da sie unkompliziert zu nähen sind. In den Tunnelzug mit Gummi kann man auch ein Bindeband einziehen, auf das ich allerdings verzichtet habe.

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Moji ist ganz einfach zu nähen und ich finde, sie sitzt wirklich sehr gut. Auch von hinten macht sie eine prima Figur. Das ist ja nicht bei jeder Hose mit Gummizug der Fall…

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Ich habe einen ganz einfachen Chambre verwendet, der ursprünglich Hellblau war. Aber in Hellblau sah die Hose  wie ein Schlafanzug aus, deshalb habe ich sie mir Schwarz eingefärbt. Allerdings ist sie nicht richtig Schwarz, sondern eher Anthrazit geworden, was ich aber gar nicht schlecht finde.

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Doof sahen dann nur die hellblauen Nähte aus. Deshalb habe ich einfach an den Stellen, die zu sehen sind, nochmals mit Schwarz nachgenäht und dann die blauen Nähte aufgetrennt. Etwas mühsam, aber jetzt ist die Hose gut tragbar.

Ich kann sie mir für den Herbst auch sehr gut aus einem leichten Wollstoff oder Denim vorstellen, so wie es Seamwork vorschlägt. Schaut euch doch mal die Beispiele auf deren Seite an.

Dazu passt sehr gut das T-Shirt aus dem Buch Jersey nähen, easy basics von Julia Korff von lillesol & pelle. Es ist ein ganz schlichtes, einfaches Basicshirt mit einer sehr guten Passform. Ich habe mich für den großen, runden Ausschnitt entschieden. Es gibt noch die Option, es mit einem kleineren Ausschnitt, mit langen oder dreiviertellangen Ärmeln zu nähen.

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Den hübschen Stoff habe ich im Juni bei anlukaa gewonnen (schaut unbedingt mal bei Andrea vorbei, wenn ihr sie noch nicht kennt. Sie näht so tolle Sachen, macht wunderschönen Schmuck und designt geniale Stickdateien). Vielen Dank nochmal dafür! Es ist ein GOTS- zertifizierter Jersey von Albstoffe in Rosa, mit kleinen Schmetterlingen und Punkten. Die Qualität ist wirklich super, der Stoff ist ganz weich und doch griffig. Ich finde ja sowieso, dass die Firma gerade wirklich absolut tolle Stoffe auf den Markt bringt. Bis vor kurzem waren sie noch gar nicht präsent (zumindest für mich) und haben jetzt eine irre Range an wunderschönen, qualitativ hochwertigen Stoffen. Ich muss mir auf jeden Fall einen der schicken Jacquard-Jerseys gönnen, vielleicht aus der neuen Kollektion von Hamburger Liebe.

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Ich habe den Stoff auch noch in Hellblau. Da bin ich mir noch nicht sicher, was daraus entstehen wird. Vielleicht ein Shirt mit langen Armen… Mal schauen.

Ein kleines, feines Detail hat mein schlichtes Shirt auch noch bekommen: An die untere Kante habe ich ein hübsches Webband genäht, das farblich genau passt. So nette Kleinigkeiten mag ich gerade bei einfachen Basics total gerne.

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Und wie es der Zufall so will, passt meine rosa Tasche perfekt zum Outfit. Wie speziell dafür gekauft, oder?

Ich genieße jetzt auf jeden Fall noch die letzten sonnigen Tage. Aber so ganz langsam freue ich mich auch auf kühleres Wetter und all die tollen Nähprojekte, die die neue Saison unbedingt erfordert ;)

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Bestickter Folklore-Blumenrock

Allen, die mitbekommen haben, dass ich mir eine Stickmaschine zugelegt habe, war bestimmt klar, dass ich hier in nächster Zeit ein paar Stickereien zeigen werde. Schließlich muss die neue Maschine getestet und eingesetzt werden. Ich komme ganz gut klar, aber man muss sich in das Thema schon etwas einarbeiten. Alleine, wie viele  verschiedene Stickvliese es gibt. Und dann die Auswahl an Stickgarnen…

Hier also mein erstes großes Projekt: ein Folklorerock, bestickt mit bunten Blumen.

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Zum Einstieg hab ich mir einen einfach zu bestickenden Chambray rausgesucht. Nicht zu dick, nicht zu dünn, nicht elastisch und ganz schlicht, sodass das bunte Blumenmotiv gut zur Geltung kommt.

Das tolle Motiv ist von Urban Threads, einer amerikanischen Seite, die hübsche Designs anbietet. Die Blumen gibt es in ganz vielen verschiedenen Variationen, einzeln, als Bordüren, als Eckmotiv …

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Das Eckmotiv habe ich hier verwendet, zusätzlich ein paar Einzelblüten. Fällt euch etwas auf? Das Eckmotiv sitzt gar nicht in der Ecke. Grrrr, ich hätte es entweder kontern oder in der anderen Ecke anbringen müssen. Na ja, wird als Anfängermissgeschick abgespeichert. Beim nächsten Mal heißt es besser aufpassen.

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A propos Stickdateien. Ich bin ja etwas enttäuscht, was die Auswahl an Motiven angeht. Da sind für meinen Geschmack viele kindische und kitschige Designs auf dem Markt. Aber beim Stöbern hab ich ein paar hübsche Sachen gefunden, die ich so nach und nach umsetzen werde.

Kommt euch der Rockschnitt bekannt vor? Das ist eine Frau Lilia von Hedinäht. Während des Probenähens ist meine erste Frau Lilia entstanden, und weil ich sie so gerne trage, folgt gleich ein zweites Röckchen.

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Der Schnitt ist unkompliziert und sehr bequem, allerdings verlängere ich ihn immer um ca. 10 cm.  Statt des vorgesehenen Bundes habe ich für noch mehr Folkloreeffekt das tolle Elastikband von Prym verwendet (gekauft bei Stoffe.de). Wer mir auf Instagram folgt, hat schon gesehen, dass ich mir gleich eine ganze Auswahl an Gummibändern zugelegt habe. Für meinen schicken Hut habe ich einfach ein schmales Band auf die passende Größe geschnitten und mit der Overlock zusammengenäht. Schwupps, ist ein tolles Hutband fertig!

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Den Gummibund für den Rock habe ich mir auf die ausgemessene Länge geschnitten und ebenfalls mit der Overlock zusammengenäht. Dann habe ich die obere Kante des Rockes mit der Overlock versäubert. Auf diese wird dann der Gummibund gelegt und ganz knappkantig von der Oberseite mit einem ganz kleine Zickzack-Stich festgenäht. Dabei muss der Gummibund ziemlich gedehnt werden. So sieht es von der Innenseite aus:

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Und so von außen:

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Und noch ein paar Sätze zu meinen Blumensandalen. Das sind nämlich eigentlich ganz schlichte Schuhe, die ich mit selbstgemachten Schuhclips aufgehübscht habe. Die bestehen aus Blüten und Blättern aus Leder, die in Form gebracht werden, und einer umhäkelten Perle. Das alles wird dann auf einen Schuhclip genäht. Ich habe sie mal wieder aus der Schublade geholt, weil sie perfekt zu meinem Blumenrock passen.

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So, und nun genieße ich meine freien Tage und das herrliche Sommerwetter mit Sonnenhut, Blumenrock und Blütensandalen.

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Flamingokleid

Noch ist der Sommer da. Aber ich finde, dass man schon merkt, dass sich der Herbst so ganz langsam heranschleicht. Die Abende werden kühler, die Tage deutlich kürzer und die Luft riecht irgendwie ganz anders…  Da wird es höchste Zeit, euch noch schnell mein Flamingokleid zu zeigen!

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Es ist ja nicht zu übersehen: An Flamingos kommt man diesen Sommer nicht vorbei. Das hat sich 2015 schon angekündigt und daher habe mir schon letzten Juli diesen tollen Flamingostoff gekauft. Zum Vernähen bin ich dann erst dieses Jahr gekommen. Ich finde ihn so schön, weil die Flamingos ganz entgegen ihrer Natur nicht rosa sind. So sind sie nicht ganz so schrill und auch für Erwachsene gut tragbar ( Hier gibt es den Stoff).

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Der Schnitt ist aus der Ottobre 2/2016. Er hat die Nummer 15  und heißt „Pieced“. Im Original hat das Kleid auffällige Teilungsnähte, die ich allerdings wegen meines gemusterten Stoffes weggelassen habe. Eigentlich sollte es nämlich aus einem Leinenstoff genäht werden. Ich hab aber einfach einen festen Jersey verwendet und es hat wunderbar geklappt.

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Ich mag die Kimonoärmel und die lockere, aber doch schmeichelhafte Form sehr gerne. Abnäher bringen das Kleid in Form. Und da es keinen Verschluss hat, ist es auch ganz schnell genäht. Die vorgesehenen Belege am Halsausschnitt und an den Ärmeln hab ich mir gespart und die Kanten einfach nach innen geschlagen und knappkantig festgesteppt.

Für einen ungezwungenen Anlass trage ich es ohne Gürtel und ganz lässig. Noch besser gefällt es mir aber mit Gürtel. So sieht es dann doch „angezogener“ aus.

 

 

image imageMan kann den Schnitt übrigens auch als Shirt nähen. Das in der Ottobre gezeigte Beispiel gefällt mir sehr gut. Es sind sowieso weitere schöne Schnitte für Kleider und Shirts enthalten. Leider, leider fehlt es dann immer an der Zeit.

Den kleinen Ledergürtel habe ich übrigens schon vor einer ganzen Weile von einer lieben Freundin geschenkt bekommen. Er ist einfach toll, weil er variabel ist und perfekt zu Kleidern passt. Deshalb habe ich mir schon vor einer gefühlten Ewigkeit Material besorgt, um ihn nachzumachen. Wenn es gelingt, gibt es ein Tutorial für euch…

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Meine erste Jeans

Geschafft! Ich habe mir meine erste Jeans genäht! Und sie ist sogar tragbar. Den Anstoß gab Marina von Metterlink, die Anfang Juni zu einem Jeans-Sewalong aufgerufen hat. Das passte perfekt in meine Planung. Denn ich hatte mir fest vorgenommen, mir eine Jeans zu nähen, wenn ich mein Wunschgewicht erreicht habe (ich habe eine Ernährungsumstellung gemacht, mit dem super Programm Belly & Mind. Nina von Hedi näht hat mich dazu inspiriert. Ihr könnt auch mal bei ihr vorbeischauen, sie hat dazu auch ein paar Posts geschrieben).

Hier ist also das gute Stück, eine Ginger Jeans von Closet Case Files :

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Der Schnitt beinhaltet zwei Variationen einer Skinny Jeans: eine sehr enge mit extrem hohem Bund und eine mit eher niedriger Leibhöhe und etwas weiterem Bein. Für die zweite Variante hab ich mich entschieden und einen dunkelblauen Denim mit Stretchanteil dafür verwendet. Marina hat in ihrem Post zum Sew Along diverse Schnitte vorgestellt. Dieser hier hat mir am besten gefallen und ich hatte auch schon vorher im Netz unheimlich viele tolle Beispiele gesehen.

Hier noch einmal von vorne und von hinten:

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Die Passform ist wirklich toll. Und das Nähen an sich war auch gar nicht so schwer. Ich hatte riesengroßen Respekt vor diesem Projekt. Aber dank der super Anleitung und des Ginger Sewalongs bin ich wirklich gut klargekommen. Sehr hilfreich war es auch, dass ich mir eine gekaufte Jeans neben meinen Arbeitsplatz gelegt hatte und ich mir diese immer wieder anschauen konnte. So wird vieles schnell klar.

So sah es übrigens zum Start aus: image

Unglaublich, aus wie vielen Einzelteilen so eine Jeans besteht. Alleine das Zuschneiden hat schon seine Zeit gedauert. Und was auch sehr aufhält, das sind die ständigen Fadenwechsel. Denn das „Innenleben“ wird mit normalem Garn genäht, dann werden immer wieder Ziernähte (Topstitching) gearbeitet, diese dann mit Kontrastgarn (in meinem Fall in klassischem Goldbraun). Wer zwei Nähmaschinen hat, ist hier klar im Vorteil…

Hier seht ihr die Hose im Detail von innen:

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Für die Taschen und den inneren Bund kann man wunderbar Stoffreste verwenden. Bei mir ist es knallig in Pink-Rot gestreift geworden.

Das Topstitching sollte man zuerst etwas üben. Denn so einfach ist es nicht, zwei parallele Nähte hinzubekommen.

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Ganz besonders wird eine Jeans dann noch durch individuelle Details. Man kann natürlich die Gesäßtaschen toll mit den aufwändigsten Ziernähten verzieren. Das habe ich mir für meine nächste Jeans aufgespart ;) Allerdings habe ich mir ein eigenes Label aus Snappapp gemacht, das ich mit schwarzer Textilfarbe bestempelt habe.

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Auch mit verschiedenen Nieten kann man die Jeans besonders oder eben wie in meinem Fall ganz klassisch gestalten.

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Vielleicht ist es euch auf den Bildern schon aufgefallen.  Die Jeans sitzt überall gut, nur nicht hinten am Sattel. Der steht leider ziemlich ab. Dummerweise hatte ich die Nähte nicht zuerst geheftet und die Hose dann anprobiert, sondern gleich alles richtig genäht, samt Topstitching… Dann hatte ich keine Lust mehr, nochmals alles aufzutrennen und den Sattel zu ändern. Das wird dann bei meiner nächsten angepasst. Wie ich jetzt erfahren habe, liegt das Abstehen das Sattels an meinem Hohlkreuz (danke an Maxantonia für den Tipp). Dass ich eine weitere Problemzone habe, habe ich jetzt außerdem noch dazu gelernt;)

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Was auch ein bisschen tricky war, war das Nähen des Knopflochs. In der Anleitung wird auch schon gewarnt, dass nicht alle Maschinen ohne Zickereien Knopflöcher mit kräftigem Ziergarn nähen. Und meine hat sich leider quergestellt und sich hier verweigert. Aber halb so wild, dann habe ich das Knopfloch eben passend zum Innenleben in Pink genäht.

Mein Fazit: Ich bin happy, dass ich meine Komfortzone verlassen habe und mich der Herausforderung gestellt habe. Das Nähen war langwierig und aufwändig, hat aber auch großen Spaß gemacht. Ich fand es faszinierend, wie so nach und nach aus all den vielen Einzelteilen eine Jeans entstanden ist. Und jetzt frage ich mich auch, wie es sein kann, dass Jeans teilweise für einen Spottpreis angeboten werden. Bei all diesen vielen Arbeitsschritten ist mir das unerklärlich.

Auf jeden Fall könnt ihr mich nun laut der Nähanleitung offiziell eine „Sewing Ninja“ nennen. So darf man sich nämlich bezeichnen, wenn man sich eine Ginger genäht hat ;) Und ich ertappe mich übrigens immer wieder beim Überlegen, wie die meine nächste Jeans aussehen könnte. Vielleicht ganz hell mit interessanten Used-Effekten…

imageWenn ihr nun auch Lust aufs Jeansnähen bekommen habt, dann schaut auf jeden Fall bei Metterlink vorbei. In nächster Zeit wird es bestimmt überall tolle Beispiele zu sehen geben, die während des Sew Alongs entstanden sind. Ich bin auf die fertigen Teile auch schon sehr gespannt.

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