Meine Espadrilles für den Prymcontest

Hallo meine Lieben,

tadaa, nun ist es so weit: Meine Espadrilles für den Prymcontest sind endlich fertig.  Und hier ist mein Modell:

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Eigentlich ist es nicht nur ein Modell, sondern mehrere, denn die Schuhe lassen sich variieren. Die Bänder sind nämlich zum Austauschen. So kann man sich die Schuhe immer passend zum Outfit gestalten.

Oben die Variante besteht ausschließlich aus Materialien, die im Materialpaket enthalten waren. Unten dann Varianten mit pinkfarbenen und schwarzen Schnürsenkeln.

Und ist es euch aufgefallen? Man kann nicht nur die Bänder verändern, sondern auch die Bindeart. Wie ihr seht, ist das ein durch und durch kreativer Schuh :)

Prymcontest 2015 Espadrilles

Und jetzt noch zur Entstehungsgeschichte meiner Schühchen, die nicht immer nur rosig war (auf Instagram gab es immer wieder Zwischenberichte). Ich habe euch ja schon neulich berichtet, dass ich unter den 50 ausgelosten Teilnehmerinnen war. Als ich die Mail bekam, dass ich mitmachen darf, habe ich mich schrecklich gefreut. Damit hatte ich gar nicht gerechnet.

Prym_KreativWettbewerb_Espadrilles_Sticker_v01Das riesige Materialpaket, gesponsert von Farbenmix, Handmadekultur, Prym und Swafing, hat mich begeistert. So viele schöne Stoffe, Bänder und Garne, die für eine ganze Kollektion an Sommerschuhen reichen würden. Und dann noch die praktischen Helferlein, die das Nähen der Schuhe sehr vereinfacht haben.  Vielen Dank nochmals dafür!

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Dann ging es ans Überlegen, Planen, Kombinieren. Meine Stoffwahl stand recht schnell fest: Schwarz-Weiß. Das ist schön schlicht und passt perfekt zu meiner Garderobe.

Und mir war auch klar, dass es keine klassischen Espadrilles werden sollten. Mir schwebte etwas Leichtes, Offenes, Zierliches vor. Und dass die Schuhe zum Verändern sein sollten, war auch schnell entschieden. So entstand dann meine Skizze. Dabei habe ich auch gleich gemerkt, dass Zeichnen nicht so meine Stärke ist. Daran sollte ich noch arbeiten… Egal, ich zeige sie trotzdem:

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Die nächste Herausforderung ließ nicht auf sich warten. Denn das Umsetzen einer Zeichnung in die Realität ist gar nicht so einfach… Aber man wächst ja bekanntermaßen an seinen Aufgaben.

Wie ihr seht, sieht die Skizze auch ein bisschen anders aus als das fertige Modell. Zuerst hab ich mir meine Teile aus Papier ausgeschnitten und an die Sohle geheftet. Als ich damit zufrieden war, habe ich alle Einzelteile aus einem Probestoff zugeschnitten und aufgesteckt. Nach ein paar Versuchen und einigem Verbessern, Verwerfen, Umplanen ging es los mit dem eigentlichen Nähen aus den ausgewählten Stoffen.

Zuerst hatte ich die Stoffe noch mit einem aufbügelbaren Stoff, der auch mit im Paket war, verstärkt. Dadurch wurden die Lagen aber zu dick. Das hat meine Maschine an einer Stelle nicht gepackt. Schwups, war die Nadel verbogen und nun schleift irgendetwas ganz grässlich. Ich glaube, das ist die Nadelstange. Mist! Nähen geht zwar, aber das Geräusch macht mich ganz kirre. Sie muss dann wohl mal zur Reparatur. Aber es musste weitergemacht werden.

So sahen alle Einzelteile vor dem Zusammennähen aus:

Prymcontesthallo Espadrilles 2015

Und hier alles zusammengefügt:

 

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Beim Zusammennähen und beim Fixieren das Webbandes war das Stylefix sehr hilfreich. Das ist ein sehr stark haftendes, doppelseitiges Klebeband speziell fürs Nähen und ist immer da praktisch, wo Nadeln nicht einzusetzen sind. Hier seht ihr das aufgeklebte Band, die beigefarbene Schutzfolie ist noch nicht entfernt:

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Im nächsten Schritt habe ich dann, wie in der beiliegenden Anleitung und auch auf der Homepage von Prym beschrieben, das Fersenteil angenäht. Zuerst steckt man alles mit Stecknadeln auf der Sohle fest, dann wird genäht. Hierbei muss man den Faden immer anziehen und darauf achten, dass die Naht gleichmäßig liegt und die Stiche regelmäßig sind. Gar nicht so einfach. Beim zweiten Schuh ist es mir deutlich besser gelungen. Zum Glück lagen dem Paket ein Fingerhut und ein Nadelgreifer bei. Diese beiden Helferlein machen das Annähen des mehrlagigen Stoffes an die Sohle einfacher.

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imageDann werden nach und nach die restlichen Teile nach dem gleichen Prinzip aufgenäht.

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Wenn man mal in Schwung ist, geht das Nähen recht zügig voran und macht richtig Spaß. Der zweite Schuh war dann auch viel schneller fertig als der erste.

Die Mühe und der Aufwand haben sich gelohnt. Zwischendurch habe ich manchmal nicht mehr dran geglaubt, dass die Espadrilles tatsächlich einmal fertig sein würden. Umso toller war der Moment, als ich die fertigen Schühchen angezogen habe und voller Stolz sagen konnte: Sie passen! Und sie sind auch tragbar, man hat Halt und verliert sie nicht.

Hier sind sie noch einmal aus verschiedenen Perspektiven:

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Und hier auch noch eimmal die Tragevarianten. Einmal mit einem dünnen schwarzen Schnürsenkel, der hinten gebunden wird:

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Und die Variante mit einem neonpinkfarbenen Schnürsenkel, der wie das Modell mit Webband wieder nach vorne geführt und dann seitlich gebunden wird.  Allerdings habe ich hier den Schnürsenkel nach dem Mittelteil nicht über Kreuz, sondern direkt nach hinten in die Schlaufe am Fersenteil geführt. Schon sieht der Schuh wieder anders aus!

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Ich bin sehr auf die Modelle der anderen Teilnehmerinnen gespannt. Auf Instagram gab es schon viele tolle Beispiele und Teaser. Genial, was sich alle haben einfallen lassen! Da möchte ich wirklich nicht in der Jury sitzen, das wird nicht einfach.

Es war toll, mit dabei zu sein! Das Tüfteln und Nähen hat großen Spaß gemacht. Ganz bestimmt waren das nicht meine letzten Espadrilles. Ich muss mir dringend noch weitere Sohlen bestellen und die tollen Stoffe, die noch übrig sind, verarbeiten. Berichte folgen…

Und nun geht es auf mit diesem Beitrag zur neuen Linkparty HOT (Handmade on Tuesday). Die feiert heute nämlich Premiere und da bin ich doch gerne mit dabei! Toi, toi, toi und Danke an die Gastgeberinnen Katharina von greenfietsen und Kati von malamü. Außerdem bin ich auch zum ersten Mal bei DienstagsDinge mit dabei, ebenfalls eine neue Linkparty.

Mein neuer schneller Lieblingsrock

Hallo meine Lieben,

ich habe einen neuen Lieblingsschnitt: Everyday Skirt von Liesl & Co.

imageWarum ich den Schnitt für den Rock für jeden Tag so toll finde? Das hat mehrere Gründe:

1. Er sieht superschön aus.

Ich mag die weite Form total gerne. Das ist schmeichelhaft und feminin, ohne aufzutragen. Und im Sommer ist das Flatterhafte herrlich luftig und leicht. Auch ist er geradlinig und schlicht, solche Schnitte liebe ich.

Everydayskirt1

2. Er ist ganz schnell genäht.

Ich gebe es zu, ich bin (meistens) faul und will ein schnelles Resultat. Schnitte, die sehr aufwändig sind und viel Feinarbeit und Geduld erfordern, sind in der Regel nicht mein Ding. Obwohl ich vorhabe, hier an mir zu arbeiten und mich Herausforderungen zu stellen. Wer aber ein schnelles Röckchen braucht, ist mit diesem Schnitt bestens bedient. Die englischsprachige Anleitung ist leicht verständlich und nachvollziehbar.

3. Er kommt ohne Reißverschluss aus.

Diese Tatsache trägt natürlich maßgeblich zu Punkt 2, dem schnellen Nähen, bei. Das Gefummel mit Reißverschlüssen braucht, zumindest bei mir, immer seine Zeit. Wenn sich das vermeiden lässt, bin ich dankbar. Ich finde, dass hier eine schöne Lösung gefunden wurde. Denn vorne hat der Rock einen festen Bund. Nur hinten ist ein Gummibund gearbeitet. So wirkt er irgendwie professioneller als Röcke mit durchgehendem Gummibund.

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4. Er hat Taschen.

Auch das finde ich bei Röcken total wichtig. Es ist einfach bequem und lässig, wenn man seine Hände und Kleinigkeiten verstauen kann.

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5. Er lässt sich einfach individualisieren.

Mit wenig Aufwand lassen sich tolle Effekte erzielen. Ich habe einen ganz schlichten grauen Baumwollstoff verwendet. Alle, die hier ab und zu lesen erinnern sich vielleicht, dass ich vor einiger Zeit eine edle Wendebettwäsche zu einer Bluse verarbeitet habe. Wer möchte, kann sie hier anschauen. Für den Rock habe ich die Reste dieser Bettwäsche verwendet. Und um einen kleinen Hingucker zu schaffen, habe ich den Bund mit einem hübschen Zierstich meiner Nähmaschine veredelt.

Man kann natürlich Paspelband am Bund oder an den Taschen mit einarbeiten, Webband oder Spitze aufnähen usw.

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6. Er lässt sich aus vielen verschiedenen Qualitäten und in unterschiedlichen Stilen nähen.

In Netz finden sich viele tolle Umsetzungen des Everyday Skirts. Von schick bis sportlich, aus Baumwolle, Jersey, Leinen, Jeans, Wolle…., alles ist möglich. Ich habe mir auch noch einen zweiten aus Leinen gemacht, den werde ich euch demnächst zeigen.

7. Er ist vielseitig kombinierbar.

Die Form ist sehr anpassungsfähig. Es sieht gut aus, wenn man ein schlichtes Shirt zum Rock kombiniert. Das kann man sowohl in den Bund stecken, als auch lässig darüber tragen. Mit Pulli oder Strickjacke macht er sich auch gut. Wenn man ein schickes Oberteil aus Seide dazu trägt, wird der Rock ausgehfein. Dazu hohe Schuhe und auffälliger Schmuck – fertig!

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Jetzt aber noch schnell zum Shirt. Das ist wieder mal ein Plantain von Deer & Doe, mein heißgeliebtes Freebook. Ich hab mir schon ein paar Varianten gemacht hier und hier und immer wieder finde ich einen Stoff, der sich perfekt für das Shirt eignet. Der Schnitt ist so herrlich vorteilhaft und unkompliziert. Ist doch toll, wenn man innerhalb von kürzester Zeit ein neues Shirt in Händen halten kann, ohne shoppen gehen zu müssen!

Die Säume habe ich mit silberfarbenem Stickgarn mit einem Zierstich gearbeitet, so kommt ein bisschen Glamour ins Spiel.

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Und jetzt geht es mit meinem Flatterrock ab zu RUMS. Mal schauen, was für sommerliche Outfits die anderen so genäht haben.

 

 

 

Französischer Schick mit “ La joueuse“

Hallo meine Lieben,

in meiner inzwischen ziemlich umfangreichen Schnittsammlung gibt es auch ein paar Schnitte aus Frankreich. Den ersten habe ich nun umgesetzt. Darf ich euch „La joueuse“ (die Spielerin) von mlm patrons vorstellen? Voilà:

la joueuse 1 Der Name „die Spielerin“ rührt daher, dass man bei diesem Schnitt mit vielen verschiedenen Stoffen und Materialien sowie Längen spielen kann. Denn der Clou ist, dass das Shirt zweilagig gearbeitet wird. Das seht ihr auf den Fotos unten ganz gut. Auf dem großen Foto oben habe ich die untere Lage in die Hose gesteckt.la joueuse 2Ich habe für die obere Lage einen ganz dünnen Baumwollstoff verwendet, den ich mir auf dem letzten Holländischen Stoffmarkt bei uns in Stuttgart gekauft habe. Die zweite Lage besteht aus einer hauchdünnen rosa Viskose. Beides knittert sehr leicht, was ich während des Shootings feststellen musste. Die Bluse war frisch gebügelt und sah innerhalb weniger Minuten aus, wie einen Tag lang getragen.

la joueuse 3Aber das ist das kleinste Problem. Denn leider, leider, bin ich mit dem Schnitt nicht so zufrieden. Ich habe mich so aufs Nähen gefreut, weil ich die Idee, zweilagig zu arbeiten, toll und spannend fand. In meiner Fantasie sind schon ganz viele verschiedene Teile entstanden. Aber die Realität hat mich schnell eingeholt.

Das fing schon beim Ausmessen an. Ich brauche tatsächlich eine der größten Größen! Oh, das hat mich gleich etwas frustriert. Aber na ja, das kennt man ja von französischer Mode. Nachdem der Schock überwunden war, war ich wieder guter Dinge. Das Nähen an sich war eigentlich kein Problem, aber es braucht eben schon seine Zeit. Denn die Teile werden sehr gut durchdacht miteinander verbunden. Und ab und zu musste ich ein paar Fachbegriffe nachschlagen, aber das sehe ich positiv als Erweiterung meines französischen Wortschatzes.

la joueuse 4Der Frust kam dann beim Anprobieren. Die Bluse sitzt bei mir hinten und vorne nicht. Der Ausschnitt ist viel zu groß und rutscht mir ständig über die Schulter. Aber so stark, dass ich ein Top drunter tragen muss, um nicht im BH dazustehen. Und die Arme sind fast zu eng, der Stoff spannt sehr, wenn ich sie anhebe. Um den Bauch und die Hüfte ist es dann ganz o.k. Vielleicht hätte ich doch eine Größe kleiner nähen sollen? Ich weiß es nicht und hab ehrlich gesagt auch keine Lust, das nochmal auszuprobieren. Hat vielleicht eine von euch diesen Schnitt auch schon genäht und weiß einen Tipp? Ich würde mich freuen.

Aber wahrscheinlich muss ich mich einfach damit abfinden, dass dieser Schnitt nur zierlichen, sehr schlanken Frauen steht. Hoffentlich ist das mit den anderen Schnitten von mlm patrons nicht der Fall, ich habe mir im Übereifer nämlich gleich drei gekauft.

la joueuse 5

Aber Kopf hoch! Trotz Passform-Problemen gehe ich mit meiner Bluse zu RUMS.

Oversize mit Starpotential, geniales Freebook

Hallo, meine Lieben,

manche Modetrends mache ich gerne mit, andere überhaupt nicht. Aber was ich momentan richtig toll finde, sind Oversize-Shirts. Nachdem ich euch neulich das tolle Mandy Boat Tee von Tessuti Patterns vorgestellt habe, ist jetzt das nächste Freebook an der Reihe: das Hemlock Tee von Grainline Studio.

Das zeige ich heute in meinem Garten, bei bestem Wetter.

imageEs ist vom Schnitt her ähnlich wie das Mandy Boat, allerdings etwas länger und der Ausschnitt ist nicht so sehr U-Boot-förmig. Und es ist nicht ganz so weit und kastig.

Ich habe es aus einem Jersey in einem fruchtigen Rot-Pink-Ich weiß nicht was-Ton genäht. Die Farbe ist ganz schlecht zu beschreiben. Damit es nicht zu fade wirkt, habe ich einen Stern mit silberfarbener Metallic-Textialfarbe aufschabloniert. Dafür habe ich eine Stern-Schablone von Rayher verwendet, mit der sich tolle siebdruckartige Effekte erzielen lassen. Wenn man in die feuchte Farbe noch etwas Glimmer gibt, dann glitzert der Stern ganz dezent. Neulich habe ich mir übrigens ein Shirt (auch ein sehr empfehlenswertes Freebook, einer meiner Lieblingsschnitte) mit einer Feder-Schablone aus dieser Reihe verziert. Wer mag, kann sich hier anschauen, wie es gemacht wird.

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Ich finde ja, dass das Shirt an mir am besten aussieht, wenn ich es vorne lässig in den Hosenbund stecke. Sonst sehe ich schnell unförmig und breit aus. Dazu neigen Shirts in dieser Form leider immer… Und ich auch… Unten seht ihr, wie das Shirt aussieht, wenn man es nicht auf Figur bringt. Gefällt mir nicht so gut. Aber das kann auch an der Länge liegen, wäre es kürzer, wäre der Effekt wieder ein ganz anderer.

Hemlock Tee1

Die Rückansicht ist auch ganz hübsch, der Ausschnitt fällt sehr schön.

imageUnd jetzt noch schnell zu den Details. Ich war auf dem Silbertrip und habe die Säume passend zum Shirt mit metallischen Stickgarn genäht. Kommt gut raus, oder?  Ich glaube, das mache ich jetzt öfter mal.

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So, und jetzt schnell die Sonnenbrille auf und ganz cool ab zu RUMS und zur Linkparty für kostenlose Schnittmuster von Nähfrosch.

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Espandrilles-Contest 2015 – ich bin dabei!

Hallo meine Lieben,

Prym_KreativWettbewerb_Espadrilles_Sticker_v01

ich mach Luftsprünge!!! Ich bin beim Espandrilles-Wettbewerb 2015 mit dabei! Nie hätte ich damit gerechnet, dass ich Glück habe und ausgelost werde.  Aber dann kam die Mail mit der frohen Botschaft und nun warte ich sehnsüchtig auf mein Materialpaket. Das ist voll toller Stoffe, natürlich Espandrilles-Sohlen, Garn, Webbändern und noch so vielem mehr an tollem Zubehör.

Sobald es bei mir eingetrudelt ist, werde ich loslegen und probieren, kombinieren, arrangieren. Dabei enstehen hoffentlich so tolle Sommerschuhe, dass ich mit diesen auch eine Chance auf einen der tollen Preise habe. Aber wie auch immer, es ist toll, dabei zu sein und mitmachen zu dürfen.

Den Contest haben Farbenmix, Handmadekultur, Prym und Swafing ausgeschrieben. Bei Swafing könnt ihr eine Liste der Teilnehmer sehen. Schaut doch mal nach, wer noch mitmacht.

Auf Instagram werde ich euch immer ganz aktuell auf dem Laufenden halten. Schaut doch mal vorbei!