Lark Tee – ein toller Basisschnitt

Hallo meine Lieben,

am Black Friday konnte man sich vor verlockenden Angeboten ja kaum retten. Und weil ich um das Lark Tee von Grainline Studio seit dem Erscheinen schon länger herumschleiche, hab ich bei dieser Gelegenheit zugeschlagen, mir den Schnitt gekauft und auch gleich eines genäht. Hier isses:

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Den Schnitt gibt es in vielen verschiedenen Varianten. Man hat vier Ausschnittformen und drei Ärmel zur Auswahl: einen recht kleinen halsnahen, runden Ausschnitt, einen großen runden, einen V- und einen U-Boot-Ausschnitt. Außerdem lange, 3/4 und kurze Ärmel.

Ich hab mich zum Einstieg für den U-Boot-Ausschnitt entschieden, weil ich die Form sehr gern mag. Vorteil: Breite Hüften werden durch den ebenfalls breiten Ausschnitt ausgeglichen. Das kommt mir sehr entgegen.

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Der Halsausschnitt wird bei der U-Boot-Variante einfach nach innen umgeschlagen und knapp festgesteppt, was wunderbar geklappt hat. Die anderen Ausschnitte haben ein Bündchen. Ich finde meinen Ausschnitt ziemlich groß und habe schon überlegt, ein schmales Bündchen dranzunähen. Aber jetzt werde ich mein Shirt ein paar Mal tragen und mich dann entscheiden.

Das Shirt ist ziemlich lang (oder ich bin für den Schnitt zu klein…) und ich finde es sieht besser aus, wenn ich es nicht über der Hose trage, sondern zumindest vorne etwas in den Hosenbund stecke.

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Verwendet habe ich einen ganz tollen Viskosejersey Spotted Dots , den mir  stoffe.de zur Verfügung gestellt hat.  Auf schwarzem Grund sind kleine weiße und kupferfarbene Pünktchen zu einer Art Feuerwerk angeordnet. Dazu passen meine roségoldenen Ohrringe und Armbänder ganz wunderbar. Wenn ich einen schicken Rock oder eine elegante Hose zu meinem Lark kombiniere, dann wird es bestimmt auch ausgehtauglich. Das wird ausprobiert!

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Mein Fazit: Der Schnitt ist  toll, er ist schön tailliert und sitzt perfekt. Ich werde mir ganz bestimmt auch noch die anderen Varianten nähen. Nur vielleicht nicht den ganz kleinen Ausschnitt, der macht mich nicht so an.

Falls es euch interessiert, Grainline macht viele tolle Schnitte. Ich habe das Scout Tee schon hier gezeigt, ebenso das Tiny Pocket Tank hier. Und auf ihren Einsatz warten noch der Morris Blazer , das Linden Sweat und das Archer Shirt. Zum Glück habe ich bald Urlaub…

Wie sind eure Pläne? Habt ihr frei oder müsst ihr arbeiten? Wird genäht, gestrickt, gehäkelt?

verlinkt mit RUMS

 

 

 

Scout-Tee mit langen Armen

Hallo meine Lieben,

der Lagenlook ist einer meiner bevorzugten Styles. Ich liebe es, Tops, Shirts, Pullover oder Jäckchen übereinander zu schichten und immer wieder neue Kombinationen zu kreieren. Dazu noch auffälligen Schmuck, und schon hat man mit wenigen Teilen viele Variationsmöglichkeiten.

Unverzichtbar sind im Winter deshalb  Shirts mit langen Armen. Nicht nur aus Jersey, auch aus Webware sind sie geniale Kombitalente. Deshalb habe ich auch endlich ein Scout-Tee von Grainline genäht:

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Aber so fröhlich ich auf dem Bild auch dreinschaue, begeistert bin ich von meinem ersten Versuch nicht. Zum Glück habe ich es zur Probe aus einem Stoff genäht, den ich schon ewig in meinem Vorrat habe, und den ich nicht so gerne mag. In den Hosenbund gesteckt wie auf dem Bild oben sieht es ja noch o.k. aus. Aber wenn ich es aus der Hose ziehe, dann sieht man doch deutlich, dass ich mich ziemlich in der Größe vertan habe.

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Ich habe es in Größe 12 genäht, das haben die Messungen ergeben. Aber ich finde es viel zu weit. Hier Beweisfotos:

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Aber besser zu groß als zu klein. Tragen kann ich es schon, wahrscheinlich wird es eben eher unter einem Jäckchen zum Einsatz kommen. Und meine nächste Variante nähe ich auf jeden Fall eine Größe kleiner.

Das Scout ist übrigens eigentlich ein Kurzarmshirt. Aber hier gibt es ein Tutorial, wie man sich lange Arme machen kann. Das hat gut geklappt, finde ich.

Sehr zufrieden bin ich auch mit meinem Halsbündchen, das auf die amerikanische Art mit Schrägband eingefasst ist. Beim ersten Anlauf stand es an den äußeren Rundungen ziemlich ab. Ich habe es dann nochmals aufgetrennt und die Nahtzugabe gnadenlos zurückgeschnitten und schwupps, dann lag es flach.

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Wer Grainline noch nicht kennt, sollte sich die Seite unbedingt mal anschauen. Ich finde, sie haben tolle Schnitte. Auf meiner to-sew-Liste stehen jedenfalls noch folgende Grainline-Projekte:

  • Archer Shirt, eine hübsche Bluse, mit Knopfleiste (davor habe ich ehrlich gesagt ziemlich Respekt, aber der Schnitt liegt mahnend in meinem Regal).
  • Dann der Morris Blazer, ein kurzer, lässiger Blazer. Den passenden Stoff muss ich noch finden…
  • DAS Raglansweat Linden, Lieblingsschnitt vieler Blogerinnen, den ich mir auch noch zulegen muss.

Schon genäht habe ich das Tiny Pocket Tank, wer mag, schaut hier.

So, wie gewohnt auch diesen Donnerstag ab zu RUMS!

Ein Top, tausend Möglichkeiten

Hallo, meine Lieben,

so ganz langsam habe ich das Gefühl, dass sich der Herbst nähert. Also zeige ich euch noch schnell zwei meiner Lieblingsteile, die mich diesen heißen Sommer über begleitet haben. Das ist das Tiny Pocket Tank von Grainline Studio. Ein Schnitt, der eigentlich für Webware gedacht ist.

Meine erste Variante habe ich komplett aus dem Rest einer edlen Wendebettwäsche genäht.

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Und weil mir der Schnitt so gut gefällt, habe ich gleich noch eine Variante aus Jersey hinterhergeschossen. Das Material ist noch von meinem Maxikleid übrig, das ich euch letzte Woche gezeigt habe.

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So, jetzt aber eines nach dem anderen. Zuerst nochmals zu Variante 1. Der Schnitt ist, wie gesagt, eigentlich für Webware gedacht und im Grunde genommen ganz einfach zu nähen. Im Vorderteil gibt es Abnäher, der Rücken ist glatt. Die Saumkanten sind sehr schön gerundet, so fällt das Top locker und vorteilhaft. Was etwas kniffliger ist, ist das Versäubern der Ausschnittkanten mit Schrägband. Ich habe meines selbst gemacht, dafür habe ich den praktischen Schrägbandformer von Prym verwendet. Ich finde, ein sehr hilfreiches Teil.

Das Nähen des Täschchens erfordert genaues Arbeiten und gutes Bügeln. Aber der Mehraufwand lohnt sich, das kleine Täschchen ist gerade bei schlichten Stoffen ein hübscher Blickfang.

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Das Shirt sieht gut über der Hose aus, man kann es aber auch vorne etwas reinstecken. Auch nicht schlecht, finde ich.

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Und jetzt noch schnell ein paar Worte zum Thema Bettwäsche: Es lohnt sich wirklich, nach toller Bettwäsche Ausschau zu halten. Aber ihr solltet darauf achten, dass sie von guter Qualität ist. Meine ist von Marc O’Polo und ich bin echt begeistert, wie schön der Stoff fällt und glänzt, wie wenig er knittert, wie leicht er sich bügeln lässt.  Hier und hier könnt ihr schauen, was noch aus diesem Material entstanden ist.

Und voilà, die Hippie-Variante aus Jersey. Das Nähen des Tops aus Jersey ging wunderbar. Statt des Webbandes habe ich die Ausschnittkanten mit Jerseystreifen gesäumt, das ging natürlich wesentlich schneller. Also ein perfektes Teil, wenn es mal schnell gehen muss.

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Auch diese Variante kann man gut in die Hose stecken. Und sie sieht besonders hübsch in Kombination mit bunten Accessoires aus. Die niedliche Kette habe ich mir im Urlaub in Pisa gekauft. Die bunten Perlenarmbändchen sind selbst aufgezogen, und die Tasche habe ich schon ein paar Jahre.

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Aber auch über der Hose getragen macht sich das Top gut. Oder, was meint ihr?

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Witzig, in diesem Outfit hatte ich die ganze Zeit über gute Laune. Das liegt bestimmt an den Farben!

Hier noch ein Detailbild von vorne:image

Und eines von hinten:       image

Und weil es so langsam kühler wird und sich der Hochsommer verabschiedet, schnell ein Jäckchen überziehen. Auch das geht, und schon ist das kleine Top auch ein Begleiter für die Übergangszeit.

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So warm angezogen geht es ab zu RUMS. Bestimmt gibt es schon einige Herbstoutfits zu bestaunen.

 

Justanothertee: Geniales Schnittmuster for free

Hallo meine Lieben,

Monika von schneidernmeistern ist ein toller Geniestreich gelungen. Sie hat einen lässigen Shirt-Schnitt entwickelt, der sich sowohl für Webware, als auch für Jersey eignet. Und als ob das nicht schon genug wäre – den tollen Schnitt stellt sie uns Näherinnen auch noch gratis zur Verfügung. Schaut hier.

Ich habe gleiche beide Varianten ausprobiert.

Hier Webware: image

Und hier Jersey:

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Monikas Ziel war es, die Vorteile drei toller, beliebter und außerdem noch gratis zu habender Schnitte in einem zu vereinen.

1. Das Mandy Boat Tee von Tessuti patterns, das ich euch hier schon gezeigt habe. Ein sehr weites Oversize-Shirt mit U-Boot-Ausschnitt, das sich vielseitig stylen lässt. Ich finde, es sieht, zumindest an mir, nur zu Hosen gut aus.

2. Das Hemlock-Tee von grainline. Auch das ist ein Oversize-Shirt, nicht ganz so weit wie das Mandy Boat, dafür etwas länger geschnitten. Eines habe ich mir schon genäht, wer mag, schaut hier.

3. Dann das Plantain von Deer & Doe. Diesen Schnitt liebe ich im Gegensatz zu Monika sehr und habe ihn schon hier und hier und hier gezeigt. Das Shirt hat einen schönen großen Ausschnitt und eine leicht nach unten ausgestellte Passform, was für Frauen mit Rundungen sehr schmeichelhaft ist. Es lässt sich wunderbar zu Röcken kombinieren und zaubert eine tolle Silhouette.

Alle drei Shirts sind sehr einfach und schnell genäht, perfekt für mich und meine Ungeduld.

Monika hat nun ein lockeres Shirt entwickelt, das einen sehr schönen großen Ausschnitt und überschnittene Ärmel hat. Und es besteht nur aus zwei Teilen.

Das Nähen ist ganz einfach, wenn man nicht wie ich den Fehler macht, die Nahtzugabe am Ausschnitt zu vergessen. Das ist mir bei meiner Variante aus Webware nämlich passiert. Ich hatte mir sogar einen tollen Beleg selbst gebastelt und dann beim Anprobieren gemerkt, dass der Ausschnitt viiiiiiiiel zu weit ist. Er ist zwar an sich schon sehr weit angelegt, aber ich habe das Shirt wirklich verloren. Nach einer Frustphase über Nacht habe ich dann einfach eine Naht am Beleg gesteppt, wodurch ein Tunnel entstanden ist. In den habe ich dann vorne mittig ein Stück Hutgummi eingezogen. So entsteht eine dekorative Raffung und der Ausschnitt passt so.

Jetzt bin ich aber sehr zufrieden mit meinem Shirt und sicher werde ich es oft tragen.

 

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Das Shirt ist hinten länger als vorne, das mag ich gerne in Kombination mit Hosen.

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Für die Variante aus Jersey habe ich einen unglaublich bunten Stoff  aus meinem Vorrat verwendet. Er ist sehr schrill und knallig, eigentlich gar nicht das, was ich sonst trage. Zusammen mit einer schwarzen Hose sieht es ja schon ganz gut aus. Und die Form und den Fall mag ich auch sehr. ABER das viele Bunt, ich weiß nicht. Ich würde sagen, es muss noch eines in unauffällig her.

Justanothertee 1

Übrigens: Falls mir jemand einen Tipp für ein Schnittmuster hat für so eine Hose, wie ich sie hier trage, dann wäre ich dankbar. Ich liebe sie nämlich sehr, aber sie ist schon ein paar Jahre alt und hat ihre besten Tage gesehen.

Monikas justanothertee ist definitiv gut gelungen und ein tolles Basicteil für jede Sommergarderobe. Ich bin gespannt, was die anderen für tolle Shirts zaubern werden.

Jetzt geht es erstmal zu RUMS zum Schauen, was bei dieser Hitze alles so entstanden ist. Außerdem noch zu Nähfrosch und der Party für kostenlose Schnittmuster.

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