Warm durch den Winter mit Drachenfels

Habt ihr euch schonmal gefragt was ich mache, wenn ich nicht nähe? Ganz einfach: stricken. Ich finde es herrlich, an kalten Winterabenden gemütlich auf dem Sofa zu sitzen und mir Kuschelteile für den Winter zu stricken. Diese Saison bin ich im Dreieckstuchfieber.

So ist also in den letzten Wochen ein Drachenfels nach der Anleitung von Melanie Berg entstanden. Schaut mal hier:

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Ich habe es nach der englischen Anleitung gestrickt, gekauft hier bei Ravelry. Falls ihr diese Seite noch nicht kennt, dann solltet ihr euch dort unbedingt umschauen. Es gibt tolle Designs internationaler Designer, man kann sich mit Freunden vernetzen und austauschen und vieles mehr.

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Mein Drachenfels ist richtig groß und dick. Hier seht ihr es in seiner vollen Größe:

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Es hat mich die letzten eisig kalten Tage wunderbar warm gehalten. Ich trage es gerne über meiner Winterjacke, aber es eignet sich auch perfekt als wärmendes Accessoire für kühle Innenräume. Und da ich so eine Frostbeule bin, hab ich immer ein Tuch oder einen großen Schal mit dabei.

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So ein großes Tuch kann man sich wunderbar um die Schultern legen und sich drin einwickeln. Das sieht gut aus und wärmt wunderbar. Und wenn es zu warm wird, ist es ganz schnell abgelegt. Hier auch noch die Ansicht von hinten:

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Verwendet habe ich Drops Merino extrafine, hier gekauft, in Schwarz, Senf und Grau. Wenn ihr mir auf Instagram folgt, dann könnt ihr euch dort auch das Drachenfels-Tuch anschauen, das ich für meine Schwester in Beerentönen gestrickt habe. Das ist auch super und kam total gut an.

Das Tuch strickt sich wirklich einfach, auch mit der englischen Anleitung bin ich nach ein bisschen Eingewöhnung sehr gut klargekommen. Wenn ihr die Anleitung lieber auf Deutsch mögt, dann schaut bei Rosy Green World vorbei, hier gibt es sie.

Und etwas dazugelernt habe ich auch. Als Abschluss wird beim Drachenfels nämlich ein I-Cord gearbeitet (der breite Abschlussrand auf der dunkelgrauen Seite). Davor hatte ich Respekt, weil ich das noch nie gemacht habe. Aber halb so wild, die Anleitung erklärt alles super und im Netz finden sich viele Videos dazu. Und der Abschluss so sieht auch wirklich viel schöner aus.

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Ich bin auf jeden Fall für die kommenden kalten Tage gut gerüstet. Und ich stricke natürlich weiter, das nächste Tuch ist schon auf den Nadeln, ein weiteres ist in Planung.

 

Gut zu wissen:

Wolle von lanade

Jeans von zara

Boots von Unisa

Pullover von Marc o’Polo

verlinkt mit RUMS

 

Tutorial: Stick-Schmuck

Hallo meine Lieben,

braucht ihr eine Geschenkidee zu Weihnachten für eure beste Freundin, eure Schwester, die nette Kollegin, die Nachbarin… ? Wie wäre es mit Schmuck? Selbstgemacht und gar nicht teuer? Individuell und ganz besonders? Dann sind kleine Stick-Kostbarkeiten vielleicht das Passende.

Hier meine Kollektion an bestickten Anhängern, die ich zu Ketten zusammengestellt habe:

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Und hier eine auf die gleiche Art gemachte Brosche:

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Gefallen euch die Schmuckstücke? Dann kommt hier ein Tutorial, damit ihr euch selbst auch an die Schmuckgestaltung machen könnt.

Verwendet habe ich diese Holzanhänger zum Besticken. Die sehen im Rohzustand so aus, wie das Herz unten in der Mitte. Damit sie edler wirken, habe ich sie mit verschiedenen Nagellacken lackiert. Dazu verwendet ihr am besten günstige Lacke und nicht gerade eure edelsten Marken.

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Außerdem braucht ihr Stickgarn in verschiedenen Farben. Hier seht ihr meine Auswahl, die ich schon ein bißchen vorsortiert und den einzelnen Anhängern zugeordnet habe.

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Wie es geht, zeige ich euch jetzt am Beispiel der Herzbrosche, die dann so aussehen wird:

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Zuerst braucht ihr das Holzherz zum Besticken:

imageAußerdem Stickgarn, einen Fingerhut, ein Nadel, deren Öhr durch die Löcher passt, einen Silikongreifer (wenn ihr einen habt. Muss nicht sein, ist aber praktisch).image

Zuerst bemalt ihr das Herz. Dazu habe ich es auf einen Zahnstocher gesteckt und um diesen etwas Masking Tape geklebt, damit das Herz nicht herunterrutscht. Dann bemalt ihr Vorder- und Rückseite des Herzes mit dem Nagellack. Zum Trocknen einfach den Zahnstocher auf den Rand eines kleinen Glases legen. Dann abwarten, bis der Lack trocken ist.

 

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So sieht das fertig bemalt Herz aus:image

 

 

 

 

 

 

 

Jetzt geht es ans Besticken im Kreuzstich. Dafür verwendet ihr nur zwei Fäden des Stickgarnes. Für den Kreuzstich stickt ihr zunächst die eine Seite der Kreuze. Lasst das Fadenende auf der Rückseite ca. 2 cm lang stehen. Während des Stickens stickt ihr über das Ende und sichert es so.

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Von vorne sieht die erste Reihe so aus:

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Darüber stickt ihr dann die zweite Seite der Kreuze. Achtet darauf, dass ihr immer den unteren und den oberen Stich in die gleiche Richtung arbeitet, nur so sieht das Stickbild schön gleichmäßig aus.

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Genauso stickt ihr die nächsten Reihen, die ihr in der gleichen Farbe machen möchtet. Wenn der Faden noch reicht, könnt ihr ihn auf der Rückseite entlang zur nächsten Reihe führen: imageimageVernäht den Fadenrest auf der Rückseite durch die gestickten Reihen, dann ist die nächste Farbe dran.

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Und damit es ein bißchen glitzert, habe ich als dritte Farbe Silber verwendet und damit auch den Rand nachgestickt:

imageJetzt müsst ihr nur noch mit Schmuck- oder Sekundenkleber eine Broschennadel auf die Rückseite kleben. Fixiert sie oben, damit die Brosche nachher am Kleidungsstück nicht nach unten kippt. Fertig!

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Wenn ihr die Anhänger für Ketten verwenden möchtet, dann bringt ihr einfach einen Biegering im Aufhängeloch an und klebt auf die Rückseite ein passend zugeschnittenes Stück Filz oder Leder. Ich habe die Anhänger zusammen mit verschiedenen Perlen aus meinem Fundus auf Lederschnüre gezogen bzw. auf eine Silberkette gefädelt.

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Ich bin schrecklich gespannt, wie ihr den Stickschmuck findet und würde mich riesig freuen,  euch zu eigenen Schmuckstücken zu inspirieren.

Verlinkt mit Rums, schaut mal, was es dort sonst noch für tolle Ideen gibt!